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Zukunftsvision durch Prävention

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Koordinatorin Silke Krämer beauftragt die Mitglieder von NorA, eine Zukunftsvision zu entwickeln.
Koordinatorin Silke Krämer beauftragt die Mitglieder von NorA, eine Zukunftsvision zu entwickeln.

NORDSTEMMEN Respekt, Selbstvertrauen, Achtung voreinander, Betätigungsfelder, Selbständigkeit, Strukturen: Diese Begriffe fielen beim Brainstorming der Mitglieder des Nordstemmer Aktionsbündnisses (NorA). Silke Krämer hatte sie aufgefordert, sich zu überlegen, welche Eigenschaften einen heute Heranwachsenden in 25 Jahren auszeichen sollen.

Seit zwei Jahren arbeiten die Mitglieder von NorA mit und an dem Präventionsprogramm „Communities That Care“ (CTC), das von der Gemeinde und dem Landespräventionsrat gefördert wird (die LDZ berichtete). Die Schülerbefragung ist gelaufen und ausgewertet, jetzt geht es darum, konkrete Präventionsprogramme in möglichst vielen Einrichtungen zu installieren.

Derya Heidelberg von der Jugendpflege des Landkreises berichtete über den Erfolg des frühkindlichen Präventionsprojektes „PiAF“: „70 Prozent der Einrichtungen in Hildesheim nutzen PiAF.“ „In der Gemeinde Nordstemmen machen mindestens sieben von acht Einrichtungen mit, bei einer weiß ich es gerade nicht genau“, ergänzte Nicole Dombrowski aus dem Familienservice-Büro der Gemeinde.

Bei einem der Risikofaktoren, die NorA aufgreifen möchte, geht es um Probleme mit dem Familienmanagement. Hierzu soll ein Projekt installiert werden. „Laut der grünen Liste ist TripleP am besten geeinigt“, schlägt Silke Krämer ein Projekt konkret vor, das vorsieht, sowohl die Lehrer und Erzieher als auch die Eltern zu schulen. Sorge machte den Anwesenden allerdings der mit 10 000 bis 15 000 Euro angesetzte hohe finanzielle Aufwand. Beim nächsten Treffen soll nun der Geschäftsführer das Konzept von „TripleP“ näher erläutern.

Zudem wurde angeregt, einen Willkommenstag im Rathaus – ähnlich der Betreuungsmesse im vergangenen Jahr – anzustreben. „Der Tag der offenen Tür der Gemeinde im Juni war ein voller Erfolg und ein erster Schritt zur Öffnung. Der Wollkommenstag könnte der nächste Schritt sein, Neubürger und junge Familien willkommen zu heißen“, erwärmte sich auch Kornelia Netenjakob für die Idee, die nun erst einmal intern im Rathaus besprochen werden soll.

Ein weiterer Schwerpunkt für die Arbeit von CTC soll der Abbau von Depressionen und Ängsten sein. Die Tendenz sei in diesem Bereich gerade bei Jugendlichen leider steigend. Deshalb plant das Kollegium der Marienbergschule ein umfangreiches Projektprogramm in allen Jahrgangsstufen, um sich kontinuierlich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Der Entwurf soll noch weiter ausgearbeitet und dann in das CTC-Programm für Nordstemmen übernommen werden. „Ich finde den Entwurf klasse und durchdacht“, freute sich auch CTC-Koordinatorin Krämer auf das groß angelegte Präventionsprojekt.

Zum Schluss der Sitzung entwickelten die Mitglieder noch eine Zukunftsvision für Nordstemmen, die heißen könnte: „Nordstemmen – Verantwortungsbewusst Zukunft leben.“

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