Ökumenischer Neujahrsempfang bei St. Johannis fragt nach dem Glück

„Zufällige Begegnungen verändern das Leben“

Zünftige Suppe, Getränke und Gespräche gehören zum ökumenischen Neujahrsempfang im Küsterhaus in Nordstemmen dazu.

NORDSTEMMEN Um Glück, Spaß, Zufriedenheit und Zufälle ging es in den geistlichen Worten beim ökumenischen Neujahrsempfang im Küsterhaus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Johannis. Zu Gast waren auch Mitglieder der katholischen Gemeinde St. Michael und zahlreiche Vertreter örtlicher Vereine und Verbände.

Clemens Gburek, Diakon der katholischen Gemeinde, erläuterte die vielen Zeitpläne der Menschen, mit getakteten Einträgen in persönlichen Kalendern, um das Leben im Blick und Griff zu haben. Für zufällige Ereignisse bleibt meist kaum noch Zeit. „Zufälle – gibt es die?“, stellte er in Frage und erläuterte dazu: „Alles was passiert, liegt in der Hand Gottes.“ Das könnten auch scheinbar zufällige Begegnungen mit Menschen sein, die das eigene Leben im Großen oder Kleinen verändern können. Er zeigte sich überzeugt, dass Zufälle in den Händen Gottes liegen, und vieles, was uns zufällt, in der Hand eines anderen. Er schloss mit den Worten: „Sie dürfen damit rechnen, dass der Himmel uns zufällt – zufällig!“ Im Dialog mit Gunda Biel-Klages griff Pastor Manfred Hallwaß muntere Gedanken über Glück, Spaß und Zufriedenheit auf. Eingangs fragte er: „Ist Glück gleich Spaß? Kann nach 25 Ehejahren von Ehespaß die Rede sein, oder ist es Mutterspaß, mehrere Kinder groß zu ziehen? Gehört zum Glück und zur Zufriedenheit unabdingbar viel Geld und Erfolg, oder ein hohes Maß an Genuss?“ Anhand des Märchens „Hans im Glück“ und pastoralen Erläuterungen zeigte sich, dass es die kleinen Dinge und eine positive Einstellung zu sich und der Welt sind, die einen Menschen glücklich machen. Dazu zählt auch die Überzeugung, nicht zufällig auf dieser Welt zu sein. Später erinnerte Hallwaß an die Jahreslosung der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen. In diesem Jahr ist der Psalm 73,28, der lautet „Gott nahe zu sein ist mein Glück“, ausgewählt worden. Für die musikalische Untermalung des Abends sorgte das „kleine Salonorchester“ aus Musikern der umliegenden Ortschaften. Bei zünftiger Bohnensuppe und Getränken ergab sich ein unterhaltsamer Verlauf des Abends. ckb

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