Bahn erneuert Anlagen / Nach Dachsanierung: Gebäude weiterhin leer

Zehn neue Weichen für Nordstemmens Bahnhof

Noch bis 22. Mai werden an den Gleisen rund um den Nordstemmer Bahnhof zehn Weichenanlagen ausgetauscht. Anwohner müssen auch weiterhin mit Lärmbelästigungen rechnen. Fotos: Vogelbein

NORDSTEMMEN  Und wieder steht der Bahnhof Nordstemmen im Fokus. Doch diesmal geht es nicht um das marode Bahnhofsgebäude, sondern um die Gleisanlage.

Noch bis 22. Mai werden rund um den Bahnhof zehn Weichenanlagen ausgetauscht, informiert der Sprecher der Deutschen Bahn, Egbert Meyer-Lovis, auf Nachfrage der LDZ. Dabei handele es sich um routinemäßige Arbeiten: „Nach einer gewissen Zeit ist die Lebensdauer der Weichen überschritten. Zwar kann man diese abschleifen, doch ist auch diese Maßnahme nur begrenzt durchführbar“, so Meyer-Lovis. Insgesamt lässt sich die Bahn die Sanierung durch das Tochterunternehmen Bahnbau-Gruppe rund 2,5 Millionen Euro kosten. Bis Ende Mai ist daher auch für die Anwohner mit Einschränkungen durch Lärm zu rechnen, da die Arbeiten direkt neben befahrenen Gleisen stattfinden und regelmäßig entsprechende Warnsignale ausgegeben werden.

Eine neue Wasserstandsmeldung zum seit Jahren in der Diskussion stehenden Bahnhofsgebäude konnte Egbert Meyer-Lovis aber noch nicht geben. Nachdem Anfang des Jahres das Dach des maroden Gebäudes saniert wurde und so das Eindringen von Regen- und Schmelzwasser verhindert werden konnte, sei die Bahn auf der Suche nach einem neuen Eigentümer weiterhin nach allen Seiten offen: „Ich habe heute morgen Telefonate diesbezüglich geführt, aber etwas Neues gibt es noch nicht“, so der Bahnsprecher. Noch Mitte des vergangenen Jahres hatte es so ausgesehen, dass der Investor Dirk Bettels den Zuschlag erhält. Nachdem sich die beiden Parteien trotz intensiver Gespräche (die LDZ berichtete) nicht einigen konnten, ist die Zukunft des historischen Hauses weiter offen. J cv

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