Wohnzimmer wird zur Produktionsstätte

Seifen werden in Rössing veredelt

Elias Schulze zeigt, wie die Seifenstücke umfilzt werden. Der Geschäftsführer von „Soapbrothers“ bezieht sowohl die Seife als auch die mulesing-freie Wolle aus Deutschland.

Rössing – Seife ist in diesen Tagen gefragt wie nie. Trotzdem ist es angesichts der Corona-Krise ein holpriger Start für das kleine Unternehmen von Elias Schulze aus Rössing. Hinter dem Namen „Soapbrothers“ verbergen sich Seifen, die im Wohnzimmer des Rössingers handumfilzt werden.

Eigentlich müsste er das Produkt vermarkten, dem Kunden näher bringen. „Aber das geht ja zurzeit nicht“, bedauert Elias Schulze, der gemeinsam mit seinem Bruder die Idee von Mutter Heike Schulze weiterentwickelt hat. Vor rund 15 Jahren kam ihr die Idee beim Textil-Filzen: „Früher wurden die Seifen in Strümpfe gepackt“, so Elias Schulze: Dies ergab zum einen ein Peeling der Haut, zum anderen wurde so kostbare Seife gespart. Auf Messen und Kunsthandwerkermärkte verkaufte Heike Schulze ihre Seifen im Filzmantel – bis sie von Auflagen schlichtweg erdrückt wurde. Elias Schulze aber nahm die Idee auf, überarbeitete das Produkt. So setzt der Geschäftsführer jetzt auf Nachhaltigkeit, verzichtet auf die Plastikverpackung und verwendet stattdessen Altpapier. „Die Seife wird von einem deutschen Hersteller zugekauft“, erläutert der Rössinger den Produktionsprozess. Auch spezielle mulesing-freie Wolle bezieht der Jungunternehmer aus Deutschland.

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