Jury besucht Rössing zum Vorentscheid für den Landeswettbewerb / Gelungene Rundfahrt zeigt alle wichtigen Ecken

„Wir sind ein Dorf mit Zukunft“

Zu Fuß soll es weitergehen: Um auch die idyllischen und ruhigeren Ecken Rössings sehen zu können, die nicht mit dem Jagdwagen befahren werden können, muss er für kurze Zeit verlassen werden.

RÖSSING „Wir gehen gemeinsam in die Zukunft, das ist unsere Losung“, richtete Rössings Ortsbürgermeisterin Carlota von Rössing ihre Worte zur Begrüßung an die neun Jurymitglieder, die für eineinhalb Stunden angereist waren, um mehr über das Dorf zu erfahren. Bei einer anschließenden Besichtigungstour durch einige Straßen Rössings erhielt die Jury einen umfassenden Eindruck vom Ort selbst.

Denn die Rössinger brauchen eine positive Bewertung, um zum Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ zugelassen zu werden. Elf Dörfer aus der Region Hannover stehen auf dem Plan der Jury, von denen im Vorentscheid vier Dörfer für den Landeswettbewerb ausgewählt werden.

Die Jury setzt sich aus Vertretern der verschiedenen Organisationen zusammen, die an dem Wettbewerb beteiligt sind. So fanden sich pünktlich Carsten Hettwer vom Niedersächsischen Städtetag, Wolfgang Kleine-Limberg vom Bund Deutscher Architekten, Christiane Bohrßen vom Niedersächsischen Landvolk, Helmut Zeddies vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund, Ulrike Tubbe-Neuberg von der Niedersächsischen Landwirtschaftskammer, Dr. Ansgar Hoppe vom Niedersächsischen Heimatbund, Karolin Thieleking von der Akademie ländlicher Raum, Walter Dormann vom Niedersächsischen Landkreistag und Elisabeth Brunkhorst vom Landfrauenverband im Rössinger Dorfgemeinschaftshaus ein, wo sie kurze Präsentationen über das Dorf erwarteten.

„Wir sind von der Größe her eine sich noch kennende Gemeinschaft, legen aber auch viel Wert auf Individualität“, bemerkte Carlota von Rössing, die außerdem im späteren Verlauf den beliebten Dorfladen „R-nah“ vorstellte, einen „hellen, freundlichen, topmodernen Mini-Supermarkt“. Doch auch negative Entwicklungen wurden angesprochen, etwa der Rückgang von Handel und Gewerbe, der auch Rössing nicht verschont. „Wir haben gemessen an unserer Zeit aber immer noch eine sehr gute Infrastruktur“, so die Ortsbürgermeisterin.

„Kinder sind unsere Zukunft“, sagte Ernst Baumgarten als ehemaliger Leiter der Grundschule Barnten, der besonders auf die Bildungsmöglichkeiten in und um Rössing einging. Auch das Dorfgemeinschaftshaus, das „Zentrum“ des Ortes, stellte er vor und beschrieb es als besondere Größe, „vom Umfang, aber auch vom Inhalt her“. Madeleine von Rössing erzählte schließlich von den vielen verschiedenen Veranstaltungen im Ort und sagte: „Unser Ort entwickelt sich langsam zu einer Oase kulturschaffender Menschen.“ Friedrich Kämpfer, Vorsitzender des Realverbandes, beschrieb die Entwicklung der Natur, der Feldmark und der Landwirtschaft, während Peter Winkler als Vorsitzender des Dorfpflegevereins und Ehrenortsbürgermeister mit kleineren, aber dennoch erwähnenswerten Dingen den Abschluss bildete: „Wir freuen uns, dass wir Ihnen heute unser Dorf vorstellen dürfen und hoffen, dass Sie erkennen, dass wir ein Dorf mit Zukunft sind. Denn wir sind absolut überzeugt, dass Rössing eine fabelhafte Zukunft hat.“

Die Rundfahrt auf dem Jagdwagen von Friedrich Kämpfer lief reibungslos, und der Zeitplan konnte eingehalten werden. Auch die Fußwege am Dammweg entlang und über die Brücke zur Langen Straße, die Blicke auf den Schlossgraben und den Teich ermöglichten, verliefen entspannt, so dass am Ende sogar noch Zeit blieb, die Kirche oder den Dorfladen zu besichtigen. Vor „R-nah“ sorgte Franz Gottwald mit seiner Gitarre für die passende Atmosphäre.

„Ich persönlich fand es ganz toll, mal wieder nach Rössing zu kommen. Es gibt auf der einen Seite immer noch die Tradition, aber es gibt auch viele neue Dinge“, erläuterte Carsten Hettwer noch den guten Eindruck, den die Rössinger hinterlassen haben, bevor sich die Jury wieder in den Bus und damit auf den Weg nach Hotteln begab, um sich auch dieses Dorf anzusehen.

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