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„Wir haben schon Vieles angestoßen“

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Heyersums Ortsbürgermeisterin Claudia Keidel freut sich über die bereits umgesetzten Projekte in ihrem Ort, wie die Tempo-30-Zone in der Scharfen Worth. Foto: Hüsing
Heyersums Ortsbürgermeisterin Claudia Keidel freut sich über die bereits umgesetzten Projekte in ihrem Ort, wie die Tempo-30-Zone in der Scharfen Worth. Foto: Hüsing

HEYERSUM „Ich bin sehr spontan und so bin ich auch zum Amt der Ortsbürgermeis-terin gekommen“, erinnert sich Claudia Keidel an die Monate vor ihrer Wahl im September 2011 zurück. Ihr Vorgänger hatte sich nicht wieder bereiterklärt, zu kandidieren, und Claudia Keidel stimmte der Anfrage durch die SPD zu. Knapp drei Jahre ihrer Amtszeit sind jetzt um, in denen viele Projekte angestoßen und umgesetzt werden konnten.

„Eigentlich wollte ich nur für den Ortsrat kandidieren, um in die Arbeit der Kommunalpolitik hineinzuschnuppern. Aber durch meinen Vorsitz des VfL Heyersum bin ich bekannt und gleich gewählt worden“, freut sie sich noch heute über den Vertrauensvorschuss. „Es macht Spaß, auch wenn es manchmal schwierig ist, den Wünschen aller zu entsprechen“, beschreibt sie, wie wichtig es sei, das Miteinander zu wahren: „Wir müssen alle vielmehr miteinander reden, dann können wir auch gut zusammenarbeiten. Und allen kann man es leider nicht recht machen.“ Doch Claudia Keidel versucht, allen entgegenzukommen und eine „Mittelschiene“ zu fahren.

Aus der Ortsgemeinschaft hört sie viel positive Resonanz. Schwierig gestaltet sich bisweilen aber nicht nur die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen, sondern auch im Ortsrat selbst. „Eigentlich hatten wir vor meiner Amtszeit abgesprochen, dass wir die Objekte aufteilen. Effektiv sind es aber nur drei Leute aus dem Ortsrat, die wirklich mitarbeiten“, wünscht sie sich aus den „eigenen Reihen“ mehr Unterstützung: „Ich bin zwar das Oberhaupt des Dorfes, aber mein Wahlaufruf war damals: Gemeinsam für eine starke Zukunft.“ Beispielsweise das Bauliche wollten die Männer übernehmen, die jedoch beruflich und aus gesundheitlichen Gründen oft nicht so können, wie sie gedacht haben.

Trotzdem ist in den vergangenen drei Jahren in Heyersum einiges geschehen: Am Ehrenmal wurde eine neue Tafel angebracht, und in der Heinz-Fiolka-Halle könnten bald die sanitären Anlagen erneuert werden. „Marcus Tischbier von der Gemeinde meint, der Antrag habe wohl gute Chancen, in den Haushalt aufgenommen zu werden“, hofft Keidel jetzt auf ein positives Votum durch die Ratsmitglieder bei den Haushaltsberatungen.

Erreicht hat der Ortsrat um Claudia Keidel auch, dass die Wand der Sporthalle für ein Graffiti freigegeben und das Geländer am Teich erneuert wurde. Außerdem ist die Scharfe Worth künftig Teil einer Tempo-30-Zone. Auf Kosten des Ortsrates wurden zudem die aufgemalten „30“ auf einigen Straßen erneuert.

In Auftrag gegeben sind Schilder, die den Auftrag „Achtung, Kinder“ tragen sollen. „Ich muss immer wieder bei der Gemeinde nachhaken, um die Interessen Heyersums zu vertreten“, pflegt Keidel auch intensive Kontakte ins Rathaus. „Wir warten immer noch, dass die Geschwindigkeits-Messtafel nach Heyersum kommt. Wir haben als erste unsere Punkte eingereicht, wo sie hängen sollte, aber bislang war sie immer in anderen Orten unterwegs“, bedauert Keidel die lange Wartezeit. Manches lasse sich auf dem kurzen Dienstweg klären, anderes würde mehr Zeit in Anspruch nehmen. Gut fände die Ortsbürgermeisterin, wenn im Raum Nordstemmen mehr für den Tourismus getan würde: „Wir haben tolle Wanderwege und Unterkunftmöglichkeiten.“

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