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Windkraft erwünscht

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Lena Weber-Hupp vom Planungsbüro (l.) schildert der interessierten Zuhörerschaft, in welcher Form Windkraft in der Gemeinde realisiert werden kann. Fotos: Hüsing
Lena Weber-Hupp vom Planungsbüro (l.) schildert der interessierten Zuhörerschaft, in welcher Form Windkraft in der Gemeinde realisiert werden kann. Fotos: Hüsing

NORDSTEMMEN Klein Escherde/Rössing und Adensen sollen eine Fläche für Windkraftanlagen bekommen, wenn es nach den Mitgliedern des Bauauschusses geht. Allerdings könnte die Fläche kleiner ausfallen, als zunächst gedacht. Zwar gab es in der jüngsten Sitzung einen Patt darüber, ob die Rotorenblätter über die gekennzeichnete Fläche hinaus ragen dürfen oder nicht, aber letztendlich entschieden wird hierüber im Verwaltungsausschuss.

Lena Weber-Hupp vom Planungsbüro stellte den Ausschussmitgliedern zunächst die Pläne zum Entwurf des Regionalen Raumordnungsprogrammes (RROP) vor, die in geänderter Fassung vorliegen. Sie betonte, dass hier keine flächenmäßige Begrenzung vorgenommen, sondern lediglich ein ungefährer Standort für Windenergie festgelegt werde. Allerdings falle das Vorranggebiet nördlich von Adensen etwas größer aus, da es dichter in Richtung der B 3 rücke. Sie nannte noch einmal die Kriterien, die der Landkreis angewandt hat (Abstände, schützenswerte Gebiete und ähnliches), um die Flächen zu ermitteln, auf denen Windkraftanlagen überhaupt nur möglich wären. „Es handelt sich um eine grobe Vorplanung, jede Anlage muss noch in einem emmissionsschutzrechtlichen Verfahren geprüft und genehmigt werden.

Lena Weber-Hupp wurde aber trotz dieser Ausführungen noch sehr konkret: So könnte die bestehende Fläche bei Adensen um etwa 29 Hektar erweitert werden. Nördlich von Klein Escherde könnte eine etwa zehn Hektar große Fläche ausgewiesen werden, östlich von Rössing eine Fläche mit 27 Hektar. „Es ist an der Gemeinde festzulegen, ob alle Anlagen sich auch mit dem Umfang ihrer Rotorblätter nur innerhalb der ausgewiesenen Fläche befinden dürfen oder, ob sie auch darüber hinausragen dürften. Dann könnten unter Umständen mehr Anlagen auf die Fläche passen“, erläuterte die Planerin. Eine Höhenbeschränkung sowie die Festlegung einer Anzahl pro ausgewiesener Fläche im zu ändernden Flächennutzungsplan seien generell nicht mehr möglich.

Ausschussmitglied Gerald Ludewig merkte an, ob nicht vor Ausweisung der Flächen eine Entscheidung bezüglich einer Trassenführung für die Höchstspannungsleitung SuedLink fallen müsse, da eine der Alternativen den Windkraftstandort bei Klein Escherde betreffe. „Ich würde nicht auf eine weitere Entwicklung warten. Es ist an der Gemeinde, Tatsachen zu schaffen, mit denen sich andere dann auseinandersetzen müssen“, wandte Fachbereichsleiter Harry Neise ein. „Wer zuerst kommt, malt zuerst“, ergänzte Henning Lange. Dr. Cornelia Ott beantragte, die Fläche bei Klein Escherde südlich der Bahnlinie zu streichen, um eine Bündelung zu erreichen und das Landschaftsbild zu schützen. Auch Gerald Ludewig zeigte sich als Ortsbürgermeister von Groß Escherde skeptisch, was die zehn Hektar große Fläche angeht. „In Klein Escherde sind die Pläne der Investoren vorgestellt worden, und es hat keine Einwände gegeben“, argumentierte hingegen Jutta Hartmann. Die Abstimmung ergab bei fünf zu vier Stimmen, dass die kleinere Fläche bei Klein Escherde in der Planung bestehen bleiben soll.

Andreas Arlt beantragte zudem, die Rotorblätter auf das Innere der ausgewiesenen Flächen zu beschränken. Vier der Ausschussmitglieder plädierten für diesen Antrag, vier dagegen, einer enthielt sich, womit der Antrag abgelehnt wurde.

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