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Rat will weiter in die Gemeinde investieren

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Kostspielige Entscheidungen: Die stimmberechtigten Ratsmitglieder entscheiden sich klar für Investitionen in die Gemeinde. Die hohen Schulden sollten dabei aber genauso wenig außer Acht gelassen werden wie der demografische Wandel. Foto: Vogelbein
Kostspielige Entscheidungen: Die stimmberechtigten Ratsmitglieder entscheiden sich klar für Investitionen in die Gemeinde. Die hohen Schulden sollten dabei aber genauso wenig außer Acht gelassen werden wie der demografische Wandel. Foto: Vogelbein

NORDSTEMMEN Schuldensenken ja, aber auch durch Investitionen die Lebensqualität in der Gemeinde sichern. Darauf verständigten sich jetzt die Mitglieder des Rates der Gemeinde Nordstemmen. Der erfolgreiche Kurs der Gemeindeverwaltung soll daher beibehalten werden, entschieden die Ratsmitglieder fraktionsübergreifend. Kurzfristig davon profitieren werden unter anderem das Jugendzentrum, die Schulen und die freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Nordstemmen.

Unter großem öffentlichem Interesse kam nun der Rat der Gemeinde Nordstemmen zusammen, um die in den Ausschüssen empfohlenen Entscheidungen abzunicken. Ein Grund für den Besucheransturm waren sicherlich die Entscheidungen rund um Nordstemmens Schulen, vermutete der Ratsvorsitzende Ralph Wieduwilt (SPD), aber auch Vertreter der Ortsfeuerwehren und des Jugendzentrums warteten an diesem Abend gespannt auf die Abstimmungsergebnisse. Allein für Juz und Wehren stand ein Investitionsvolumen von mehr als einer halben Million Euro auf der Tagesordnung. Von einer „gesunden Gemeinde“, wie sie die Grünenpolitikerin Eva Pletz auslobte, war unter dem Gros der Ratsherren jedoch nicht die Rede gewesen.

Hohe Schulden

Zu hoch seien die Schulden noch immer. Dennoch sei man zweifelsfrei auf einem guten Weg, diese langfristig abzubauen. Doch dürfe die Zukunft dabei nicht auf der Strecke bleiben, ermutigte Thorsten Esse (SPD) seine Ratskollegen bei mehreren Gelegenheiten dazu, „die Lebensqualität in der Gemeinde zu erhalten und zu fördern“.

Kurzfristig davon profitieren können unter anderem die Ortsfeuerwehren in der Gemeinde. So beschlossen die Ratsmitglieder einstimmig, einen Feuerwehrbedarfsplan aufzustellen. Dieser soll dabei helfen, klare Ziele für die Unterstützung der einzelnen Wehren zu definieren (die LDZ berichtete). Zudem darf sich die Stützpunktfeuerwehr in Burgstemmen auf ein neues Tanklöschfahrzeug freuen.

Nachdem der zuständige Ausschuss nach Besichtigung bereits seine Zustimmung gegeben hatte, soll nun die Ausschreibung für ein zweiachsiges und geländefähiges Fahrzeug mit einem 3 000 Liter-Wassertank beginnen. Für die Anschaffung des neuen Fahrzeugs sind rund 230 000 Euro im Haushalt 2014 eingeplant. „Wir schreiben erstmals aus und machen uns damit nicht mehr von möglichen Preisabsprachen abhängig“, lobte Thorsten Esse (SPD) die Vorgehensweise der Verwaltung. Auch im Bezug auf den Feuerwehrbedarfsplan lobte der Sozialdemokrat die gute Arbeit der Wehren, merkte aber auch an, dass weitere Investitionen zu erwarten sind. Dies spiele laut Esse vor allem dann eine Rolle, wenn der demografische Wandel früher oder später auch die Feuerwehren in der Gemeinde Nordstemmen betreffen könnte.

Licht ins Dunkle

„Ich freue mich, dass so etwas hier möglich ist“, lobte Esse zudem auch die Entscheidung des Rates, für rund 280 000 Euro die Straßenlampen in der Gemeinde auf LED-Technik umzurüsten. Langfristig profitiere die Gemeinde dabei auch von niedrigeren Betriebskosten, sodass auch hier der Rat einstimmig seine Zustimmung erteilte. Gleiches gilt für die Erstellung eines Konzepts für die Sanierung des Nordstemmer Freibades.

Dazu sollen in der kommenden Saison die Badegäste, aber insbesondere auch die beteiligten Vereine und Ausschüsse gehört werden, was an Veränderung im Bad gewollt und notwendig ist. Zuletzt wurde im Jahr 2006 über eine Sanierung diskutiert. Auch der Förderverein des Freibades soll im Rahmen der Planungen gehört werden.

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