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BI will nicht locker lassen

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Die Sprecher der Bürgerinitiative, Gerd Klingenberg (links) und Stefan Burkhardt, informieren unaufgeregt-sachlich.
Die Sprecher der Bürgerinitiative, Gerd Klingenberg (links) und Stefan Burkhardt, informieren unaufgeregt-sachlich.

BARNTEN „Ihr seid auf dem richtigen Weg“, lobte Barntens Ortsbürgermeister Manfred Hänsch die im Juni gegründete Bürgerinitiative Barnten/Giften, die im Barntener Dorfgemeinschaftshaus über ihre Arbeit informierte. Rund 50 Bürger aus den von den Planungen zum Bau der Höchstspannungsleitung Suedlink betroffenen Ortschaften ließen sich vom Barntener Gerd Klingenberg und Stefan Burkhardt aus Giften in einem sachlich-unaufgeregten Vortrag auf den neuesten Stand bringen.

Wie die Sprecher der mit anderen Bürgerinitiativen gut vernetzten BI ausführten, haben die Aktiven seit Juni ein stattliches Arbeitspensum absolviert. Beispielsweise wurden in einer detaillierten Stellungnahme, die in der Bundesfachplanung berücksichtigt werde, die Nachteile des von Netzbetreiber Tennet geplanten Trassenverlaufs erarbeitet und mit der mittlerweile allerdings zu den Akten gelegten Ostvariante mögliche Alternativen aufgezeigt. So würden etwa die von Tennet bisher unberücksichtigten Planungen von „Kali+Salz“ zur Wiedereröffnung des Bergwerks Siegfried-Giesen inklusive der hierfür benötigen 110 kV-Leitung aufgrund der BI-Einwände berücksichtigt. Die im Verlauf der Veranstaltung wiederholt aus den Reihen der Zuhörer laut werdenden Ängste vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Elektrosmog fallen bei den Trassenplanungen bislang nicht ins Gewicht.

Gesundheitsaspekt

Die BI möchte darauf hinwirken, dass auch den Gesundheitsaspekten stärker Rechnung getragen wird. Problematisch ist Stefan Burkhardt zufolge, dass die den Planungen für die Gleichstromtrasse zugrunde liegenden Mindestabstände für Wechselstrom-Freileitungen festgelegt wurden: „Dieser Leitungstyp wurde nie untersucht.“

Im Gegensatz zu anderen Bürgerinitiativen versteht sich die BI Barnten/Giften, die mit Tennet und der Bundesnetzagentur das Gespräch gesucht und geführt hat, nicht als „Totalverweigerer“. Man müsse „ein gesundes Mittel“ zwischen Erdverkabelung und – wo diese unmöglich ist – vernünftigen Abständen finden, so Burkhardt.

Als nächstes will die BI nun mit den Bürgermeistern von Sarstedt, Heike Brennecke, und Nordstemmen, Norbert Pallentin, das Gespräch suchen. Beide Kommunen gehören zu den betroffenen Gemeinden, die sich von einem Verwaltungsjuristen rechtlich beraten lassen. „Wir werden nicht locker lassen und präsent bleiben“, versprach Burkhardt.

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