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Wenn der Schlossgeist die Marienburg verlässt

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Präsentieren die Ergebnisse des Projekts „Land-Checker“ (von links): Nordstemmens Jugendpfleger Bernd Wäsche, die Jugendlichen Matthias Gantowski und Ole Steins sowie Henner Molthan, leitender Techniker bei Radio Tonkuhle. Foto: Kuhlemann
Präsentieren die Ergebnisse des Projekts „Land-Checker“ (von links): Nordstemmens Jugendpfleger Bernd Wäsche, die Jugendlichen Matthias Gantowski und Ole Steins sowie Henner Molthan, leitender Techniker bei Radio Tonkuhle. Foto: Kuhlemann

NORDSTEMMEN Kann man die Lieblingsorte der jungen Leute aus den Gemeinden Nordstemmen und Gronau vertonen? Man kann! Innerhalb eines Jahres haben drei Interessierte mit Hilfe von Nordstemmens Jugendpfleger Bernd Wäsche und dem leitenden Techniker von Radio Tonkuhle, Henner Molthan, das Projekt „Land-Checker“ in die Tat umgesetzt.

Wie das? Sie haben die Orte akustisch zum Leben erweckt und über die Geschichte des Schlossgespenstes „Bui-Huh“ miteinander verknüpft – in Form von Audioguides für vier Orte. Wer ein internetfähiges Handy hat, kann demnächst die Audioguides vor Ort anhand des QR-Codes herunterladen und anhören. Schon jetzt ist es im Internet möglich.

Monatelang haben die Jugendlichen mit MP3-Recordern an den vier Schauplätzen O(riginal)-Töne eingefangen, die dann im Hildesheimer Tonstudio geschnitten und zu einem Audioguide zusammengestellt wurden. Das Ergebnis kann sich hören lassen, wie sich bei der Präsentation in den Räumen des Funkhauses Radio Tonkuhle gezeigt hat. Neben den Pressevertretern sowie Molthan, Wäsche und zwei der drei Jugendlichen waren auch Tonkuhle-Geschäftsführer Andreas Kreichelt und Markus Roloff von der Kreisvolkshochschule Hildesheim (Projektträger) vor Ort. Alle waren begeistert von den mehrminütigen Audioguides, die „Mut auf mehr machen“, wie Roloff betonte. Erzählt werden die Geschichten vom Schlossgespenst „Bui-Huh“, wobei die Stimme von Philip Pohlmann entsprechend nachbearbeitet wurde, um den Halleffekt zu erreichen. „Bui-Huh“ meldet sich von der Marienburg, die König Georg 1866 für seine Ehefrau Marie bauen ließ. Während die Familie das Gebäude verließ, blieb der ehemalige Hausmeister als Gespenst weiter auf der Burg, bis es ihm zu langweilig wurde und er einen anderen Aufenthaltsort suchte. So teleportiert sich „Bui-Huh“ nach Gronau ins evangelische Jugendhaus, wo er von Diakonin Anne Basedau empfangen wird. Danach macht das Schlossgespenst im Gronauer Freibad Bekanntschaft mit einer Wasserrutsche, ehe es in der evangelischen St. Matthäi-Kirche einen dauerhaften Unterschlupf in den Orgelpfeifen findet. Natürlich gibt es auch einen akustischen Einspieler von der altehrwürdigen Furtwängler-Orgel.

Wer wissen möchte, wie sich alles anhört, kann es im Internet unter „audiyou.de/suche/land-checker“ (Kategorie Fiction) herunterladen. Noch in diesem Monat sollen die QR-Codes an den vier Originalschauplätzen, Schaukasten am Parkplatz der Marienburg, Eingangsbereich des Gronauer Freibades, Eingangstür des Jugendhauses in Gronau und Schaukasten der evangelischen Kirche, angebracht werden, so dass Interessierte dann auch vor Ort die Möglichkeit haben, die Audioguides zu hören.

„Es ist ein interessantes Projekt, bei dem alle Beteiligten viel gelernt haben“, sagte Bernd Wäsche, der sich über eine größere Beteiligung gefreut hätte. Die Jugendlichen lobten vor allem den großen Spaßfaktor.

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