Vor der Haustür der Burgstemmer Familie an der Bethelner Landstraße wird regelrecht gerast

„Wenn 70 gefahren wird, ist das langsam“

Sina und Neil Grüttner wollen ihre drei Kinder schützen: Vor der Haustür der Burgstemmer Familie an der Bethelner Landstraße wird regelrecht gerast.
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Sina und Neil Grüttner wollen ihre drei Kinder schützen: Vor der Haustür der Burgstemmer Familie an der Bethelner Straße wird regelrecht gerast.

Burgstemmen – „Es interessiert Autofahrer nicht einmal, wenn sie Kinder an der Straße sehen“, bedauert Sina Grüttner die Situation vor ihrer Haustür an der Bethelner Straße. Seit fast zwei Jahren wohnt die fünfköpfige Familie nahe des Ortseingangs von Burgstemmen. Ihr Problem: An das Tempolimit von 50 km/h hält sich niemand. „Wenn hier 70 gefahren wird, ist das schon langsam“, ärgert sich die 33-Jährige.

„Es geht uns weder um die Anzahl an Autos noch um den Lärmpegel“, stellt Neil Grüttner klar: „Als wir hier gebaut haben, war die Straße schon da.“ Der Familie gehe es vielmehr um die Geschwindigkeit, mit der Verkehrsteilnehmer regelrecht in den Ort „hineinbrettern“. „Weit über 100 Stundenkilometern“, so schätzt der 37-jährige Burgstemmer die Durchschnittsgeschwindigkeit der Autofahrer ein.

Lkw-Fahrer würden sich noch am ehesten an das Tempolimit halten. Vor allem hat das Ehepaar Angst um seine Kinder: Die beiden Töchter dürfen sich nur bis zu einem vereinbarten Punkt auf dem Grundstück aufhalten. Die Garageneinfahrt an der Straße sei tabu, wie die Eltern versichern. Aber wenn der zehn Wochen junge Sohn im Laufalter ist, soll ein Zaun her. „Da habe ich einfach zu viel Angst“, sagt Sina Grüttner, die regelmäßig Autofahrer auf ihr Verhalten hinweist. Doch auf Verständnis hofft die Burgstemmerin vergeblich, stattdessen wird sie beleidigt.

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