AHHG besinnt sich auf soziale Orientierung / Vorsitzende Patricia Hasse geht entspannt ins neue Jahr

„Verantwortung übernehmen“

„2014 möchte ich Transparenz herstellen“: Patricia Hasse, Vorsitzende der AHHG, geht entspannt ins neue Jahr. Foto: Hüsing

HEYERSUM „In den letzten Monaten habe ich oft geschimpft, dass die Unterstützung fehlt. Jetzt habe ich in den Berichten über die anderen Gewerbevereine gelesen, dass es dem Vorstand dort auch nicht anders ergeht“, schätzt Patricia Hasse die Lage der Gewerbevereine in der Region ein. Als Vorsitzende der Nordstemmer Arbeitsgemeinschaft für Handel, Handwerk und Gewerbe (AHHG) ist es ihr wichtig, zu sehen, dass „die Umstände wohl doch nicht nur an ihrer Person liegen“.

„Den Gewerbeverein gibt es schon so viele Jahre, meinen Vorgängern ist es auch nicht anders ergangen“, will Patricia Hasse entspannt in das neue Geschäftsjahr starten. Im Fokus steht für sie hierbei, die AHHG mehr in die Öffentlichkeit zu rücken. „Seit ich Vorsitzende bin, sind wir schon präsenter, aber viele Fragen mich immer noch, was die AHHG eigentlich ist“, so die Geschäftsfrau. Eine Zeit wurde der Gewerbeverein nur als Veranstalter des Nordstemmers Jahrmarktes wahrgenommen, doch „wir sind sehr viel mehr als ein Jahrmarkts-Verein“, spielt Patricia Hasse auf die Verantwortung der Gewerbetreibenden an. Deshalb finanziert die Gemeinschaft aus den Mitgliedsbeiträgen eine Kampagne, um die Geschäftsleute vorzustellen. „Ich finde es wichtig, dass den Menschen einerseits bewusst ist, was die AHHG eigentlich ist, gleichzeitig aber auch deutlich wird, wer zu uns dazu gehört“, so Hasse. Über 60 Mitglieder aus Nordstemmen, aber auch aus den umliegenden Ortsteilen der Gemeinde zählen dazu: „Wir haben Handwerker und Ladenbesitzer, aber auch Vereine und soziale Einrichtungen, die bei uns Mitglied sind.“

Patricia Hasse wünscht sich noch immer mehr Unterstützung und weitere Mitglieder, die sich engagieren. „Ich sehe aber ein, dass wir alle ehrenamtlich diese Zeit noch zu unserer Selbständigkeit aufbringen. Deshalb kann ich nichts einfordern, sondern nur appellieren“, sagt die Heyersumerin: „Wir sind eine große Gemeinschaft, die nur gemeinsam viel erreichen kann.“ Ihr sei es wichtig, sich auch auf die Verantwortung zu besinnen und die sozialen Aufgaben im Blick zu behalten.

„Mein Ziel ist es, die soziale Orientierung hervorzuheben“, so Hasse. Auch die Verantwortung gegenüber den Jugendlichen ist ihr bewusst. Es soll daher eine Liste erstellt werden, welche Betriebe in Nordstemmen ausbilden und welche Praktikumsplätze anbieten. „2014 möchte ich Transparenz herstellen.“ Für das kommende Jahr plant die AHHG wieder drei verkaufsoffene Sonntage. Der im Frühjahr wird mit einem Osterbasar im Gasthaus „Deutsches Haus“ verbunden werden, wenn sich genügend Aussteller finden. „2012 war der Markt ein voller Erfolg, ich bin auch 2013 oft darauf angesprochen worden“, erzählt die Vorsitzende. Auch der Jahrmarkt am letzten Sonntag im August ist fest eingeplant, zudem ein dritter verkaufsoffener Sonntag im November. „Die Geschäfte, die sich beteiligt haben, hatten eine sehr gute Resonanz“, weiß sie von den Mitgliedern. Deshalb wird es den verkaufsoffenen Sonntag geben, auch wenn sich gezeigt hat, dass das Interesse für einen dritten Markt – den Martinsmarkt – nicht besteht.

Auch das Thema Weihnachtsbeleuchtung ist noch nicht vom Tisch. „Ich werde es 2014, vielleicht gleich bei der Jahreshauptversammlung, zur Sprache bringen“, so die Vorsitzende. Schließlich sei es im Interesse der Geschäftsleute, dass die Hauptstraße auch in der Vorweihnachtszeit in einem warmen Licht erstrahlt.

Positiv sieht Patricia Hasse die Zusammenarbeit mit Gemeindebürgermeister Norbert Pallentin und die zusätzlichen Einkaufsmöglichkeiten an der Neuen Mitte. „Vielleicht können wir den Parkplatz auch in unseren Jahrmarkt einbinden und uns komprimiert, statt langgezogen präsentieren“, entwickelt die 51-Jährige bereits neue Ideen.

Der Weihnachtsmarkt 2013 war ein voller Erfolg: „Er ist gut gelaufen, die Feuerzangen-Bowle und der Eierpunsch wurden gut angenommen.“ Zwar habe es nur eine kleine Gruppe von Helfern gegeben, doch Patricia Hasse hofft nach wie vor, dass sich noch mehr Freiwilige melden.

Die Vorstandsarbeit selbst empfindet die Geschäftsfrau als „positive Last“. Mit einigen Vorstandsmitgliedern arbeite sie eng zusammen, andere hingegen bringen sich eher selten ein. „Es ist ein zeitintensives Ehrenamt, das ich mir vor meiner Wahl auch nicht so vorgestellt habe. Aber es macht auch Spaß, innovativ zu werden“, zieht Patricia Hasse ein persönliches Fazit.

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