Nordstemmens Ortsfeuerwehr rückt 2014 zu 51 Einsätzen aus / Kameradschaft soll weiter gefördert werden

Teamgeist steht im Mittelpunkt

Heiko Brandl (r.) von der Feuerwehr aus Oberröblingen überreicht Uwe Schmull zum 25-Jährigen den Spruch „Aus Partnerschaft wurde Freundschaft“.

NORDSTEMMEN „Ich bitte meine Silberbraut Heiko Brandl ans Mikrofon“, übergab Ortsbrandmeister Uwe Schmull das Wort an seinen Kollegen von der Feuerwehr Oberröblingen. Seit 1990 pflegen die beiden Ortsfeuerwehren eine Partnerschaft. „Das soll uns erst mal einer nachmachen“, betonte Brandl, bevor seine Kameraden ein etwas unförmiges Paket nach vorne trugen.

Unter dem Geschenkpapier verbarg sich eine Holzscheibe, liebevoll mit einem Schlauch gestaltet, auf dem steht: „Aus Partnerschaft wurde Freundschaft“. Denn durch die kameradschaftliche Zusammenarbeit hätten sich auch enge, private Freundschaften entwickelt, wie Uwe Schmull feststellte. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung (JHV) der Ortsfeuerwehr Nordstemmen war Zeit, diese zu pflegen.

Doch zuvor berichtete Celina Streubel von zahlreichen Aktionen der Jugendfeuerwehr und einem gemeinsamen Zeltlager in Oberröblingen. „Wir haben uns mit der Jugend eingehend mit Fahrzeug- und Gerätekunde beschäftigt“, ergänzte Jugendwartin Nicole Lisurek. Außerdem beteiligte sich die Jugend gemeinsam mit einigen Aktiven an der Veranstaltung zu „40 Jahren Einheitsgemeinde Nordstemmen“. „Mit der Show habt Ihr für einige Knalleffekte gesorgt“, richtete Nicole Lisurek das Wort direkt an die Jugendlichen, die ebenfalls an der JHV teilnahmen. „Es ist schön zu hören, dass wir uns so super auf die Jugendfeuerwehr verlassen können“, sagte Uwe Schmull. Auch die Alterskameraden pflegen die Werte der Kameradschaft, wie Bernhard Person erläuterte. Er gab bekannt, dass sich die Gruppe ab sofort nicht mehr am letzten Mittwoch eines jeden Monats, sondern zukünftig am letzten Donnerstag um 19 Uhr im Gerätehaus treffe. Die Kameradschaft stand auch bei den Aktiven 2014 im Mittelpunkt. Mit Hilfe eines Fragebogens ermittelte das Kommando, welche Werte den Aktiven wichtig sind. Während eines Wochenendes in Hohegeiß wurde die Teambildung gefördert. Dieses Projekt wird im Mai 2015 fortgesetzt. „Eine freiwilligen Organisation ist heute mit anderen Werten zu führen als noch vor 50 Jahren“, stellte Schmull fest.

Er wies die Versammlung außerdem darauf hin, dass sowohl er als auch sein Stellvertreter Holger Birkner nach drei Amtszeiten im kommenden Jahr aus dem Kommando ausscheiden werden. „Wir wollen den Staffelstab im Laufen weitergeben“, wünscht sich Schmull einen reibungslosen Übergang,

2014 war an Einsätzen ruhiger als das Vorjahr. „Wir haben die Einsätze auf 51 runtergefahren“, sagte Holger Birkner. Diese teilen sich in 29 Hilfeleistungen, 20 Brandeinsätze und zwei Alarmübungen auf. „Etwa einmal in der Woche hatten wir einen Einsatz und etwa alle drei Tage war Feuerwehrdienst“, so der stellvertretende Ortsbrandmeister. Besonders erwähnte er einen Verkehrsunfall am 18. Februar auf der B 3 bei Adensen. Denn der damals in seinen Fahrzeug eingeklemmte Fahrer besuchte die Ortsfeuerwehr Ende Juli an einem Dienstabend, um sich für die Hilfe zu bedanken. „Eine solche Geste wird uns nicht oft zuteil“, so Holger Birkner.

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