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Die Vergangenheit verblasst

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Von: Larissa Zimmer

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Ursula Hoffmann trägt das Gedicht „Vergiss die Heimat nicht“ zum „Tag der Heimat“ auf dem Mühlenberg vor.
Ursula Hoffmann trägt das Gedicht „Vergiss die Heimat nicht“ zum „Tag der Heimat“ auf dem Mühlenberg vor. © Larissa Zimmer

Heyersum – „Mein lieber Sohn, vergiss die Heimat nicht.“ So endet das Gedicht, das Ursula Hoffmann gestern vor dem Mahnkreuz auf dem Mühlenberg bei Heyersum vortrug. Es war bereits das 61. Mal, dass der Bund der Vertriebenen (BdV) anlässlich des „Tags der Heimat“ der zahlreichen Opfer von Krieg, Gewalt und Vertreibungen an diesem Ort gedacht hat. So lange steht nun auch das Mahnkreuz, einst „Kreuz des Deutschen Ostens“ genannt, auf dem Mühlenberg und erinnert dort an die im Krieg verübten Taten und die vielen Menschen, die im Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verloren.

Karl-Heinz Hoffmann, Vorsitzender des BdV-Ortsverbands Nordstemmen und Organisator der Heyersumer Gedenkfeier, begrüßte die Teilnehmenden heute Nachmittag mit den Worten: „Gedenktage sind keine Routine. Sie sind Verpflichtung und Mahnung.“ Vor den Gästen, die auf Bänken und Stühlen Platz genommen hatten, sagte er: „Im Gang der Zeit, mit dem Wandel der Generationen, verblasst die Vergangenheit. Aber es gibt Ereignisse, die man nicht vergessen kann, selbst wenn man es wollte.“ Flucht und Vertreibung seien solche Ereignisse, und es dürfe nicht vergessen werden, wie viele Menschen diese erleben mussten.

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