Streit um Hallerbrücke unter dem Harberg: Stadt Springe lässt Weg sperren

„Brücke wird uns alle überleben“

Hallerburg / Adensen – Die Hallerbrücke unter dem Harberg wurde 1916 gebaut, wurde lange Zeit als landwirtschaftlicher Verbindungsweg genutzt. Seit bestimmt gut 20 Jahren ist sie aber für Fahrzeuge aller Art gesperrt, wie sich Hans Jürgen Pompetzki erinnert. Doch noch heute hat die Brücke eine große Bedeutung: Sie dient Fußgängern und Radfahrern aus dem gesamten Landkreis und darüber hinaus als Verbindungsweg. „Es ist eine beliebte Strecke“, betont Adensens Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann. Doch nun ist die Brücke gesperrt.

Ein wichtiger Verbindungsweg ist gesperrt: Adensens Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann (links) und Hallerburgs Ortsvorsteher Hans Jürgen Pompetzki ärgern sich, dass die Brücke nicht mehr genutzt werden kann.

Rund vier Kilometer ist Eldagsen entfernt, eine Alternative biete lediglich die Kreisstraße. Aber: „Das ist lebensgefährlich“, gibt er zu bedenken. Eine Wahl haben Radler nun aber nicht mehr: Die Brücke ist gesperrt. Wie sich Hans Jürgen Pompetzki erinnert, stand schon seit Jahren ein Bauzaun. Dieser aber wurde stets beiseite geschoben. Das ist nun nicht mehr möglich. „Das ist wirklich ein Hohn“, ärgert sich Hallerburgs Ortsvorsteher. Wenn die Brücke wirklich so marode sei, halte sie aber immerhin noch schweres Gerät aus, noch dazu die Montage des Bauzauns aus.

„Wir wollen eine schnelle Lösung“

Laut Oliver Riechelmann gibt es bereits Ideen: „Wir wollen eine schnelle Lösung“, fordert der Ortsbürgermeister: „Und kostengünstig“. Am liebsten wäre es wohl, Bauzaun und Schilder einfach abzubauen: „Diese Brücke wird uns alle noch überleben“, ist Hans Jürgen Pompetzki überzeugt. Aber alle Beteiligten würden einlenken, könnten sich eine Holzkonstruktion zur Sicherung vorstellen. Die Lösung der Stadt Springe – ein Abriss des Bauwerks – sorgt dagegen für Unmut. Damit sei niemand einverstanden, gibt Oliver Riechelmann auch eine Einschätzung vom politischen Gremium aus dem Nachbarort Eldagsen. Um im Akutfall handlungsfähig zu sein und diesen Weg schnellstmöglich wieder herrichten zu können, wollen beide Orte jeweils 50 000 Euro bereitstellen. Oliver Riechelmann und Hans Jürgen Pompetzki hoffen, dass der Rat im Zuge der Haushaltsberatungen grünes Licht gibt. 

Rubriklistenbild: © Jennifer Klein

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