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„Wirklich blöd gelaufen“

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Von: Jennifer Klein

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Ärger um die Gronauer Straße: Betroffen sind 47 Grundstücke, die rund 40 Personen gehören. Rund 81 000 Euro werden auf die Grundstückseigentümer umgelegt.
Ärger um die Gronauer Straße: Betroffen sind 47 Grundstücke, die rund 40 Personen gehören. Rund 81 000 Euro werden auf die Grundstückseigentümer umgelegt. © Jennifer Klein

Heyersum - Als „verzwickte Sache“ bezeichnet Peter Kromer die Situation der Anlieger der Gronauer Straße: Die Heyersumer sind mit einem Schreiben Ende Dezember aufgefordert worden, Straßenausbeiträge zu zahlen. Rund 81 000 Euro werden auf die Anwohner umgelegt. Die Anlieger der Kreisstraße wollten dies nicht hinnehmen, zogen einen Fachanwalt hinzu – dieser aber hatte keine guten Nachrichten für die Heyersumer.

Heyersum – „Wir müssen das wohl zähneknirschend hinnehmen“, sagt Peter Kromer als betroffener Anwohner der Gronauer Straße. „Der Rechtsanwalt hat uns geraten, die Finger davon zu lassen“, informiert er über das Ergebnis der Beratung. Die Erfolgsaussichten, die Klage gegen die Gemeinde tatsächlich zu gewinnen, seien eher gering. Der Aufwand für die Kanzlei aber sei hoch. Sämtliche Akten rund um die Sanierung der Kreisstraße müssten gesichtet werden. Das hätte erhebliche Kosten zur Folge. Alle Anlieger wurden bereits informiert, der Großteil der Betroffenen sei somit regelrecht „abgeschreckt“ worden. 

Ortsbürgermeister Jonas Schefe steht hinter den Anwohnern: „Das ist wirklich blöd gelaufen“, sieht auch er den Informationsfluss rund um die Gronauer Straße kritisch. Das Thema sei „über Straßengeflüster“ aufgekommen, das hätte besser gelöst werden können.

Auch der Verwaltung sei daran gelegen, solche Maßnahmen künftig schneller abzurechnen und die betroffenen Bürger mitzunehmen. „Es ist im Interesse aller, zu wissen, was, wie, wann und wo passiert“, sagt Marcus Tischbier, der den Fall der Gronauer Straße als „Verkettug unglücklicher Umstände“ bezeichnet. 

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