„Spurensuche“: Ehrenamtliche forschen nach jüdischem Leben von 1920 bis 1950 in Nordstemmen

Recherche führt in die Gemeinde Nordstemmen

Nordstemmen – Gerlinde Griepenburg-Burow lebt in Hannover. Ihre Recherchen rund um Ida Scheiberg, eine jüdische Frau mit Wurzeln in Nordstemmen, führten sie letztlich in die Gemeinde und ließen sie auf ein Komm-Projekt aufmerksam werden – nämlich auf die „Spurensuche“.

„Die Zeitung ist voll von Gerichtsurteilen“: Gerlinde Griepenburg-Burow, Sylvia und Raoul Torrijo sind auf Spurensuche im Archiv der LDZ.

15 Ehrenamtliche haben sich unter der Regie von Kornelia Netenjakob, der Vorsitzenden des Nordstemmer Komm-Mehrgenerationenhaus, zusammengefunden, um sich buchstäblich auf Spurensuche zu begeben und nach jüdischem Leben von 1920 bis 1950 in Nordstemmen zu forschen. Gerlinde Griepenburg-Burow wollte eigentlich nur einem älteren Herrn aus ihrem Stadtteil helfen, der nach zwei ehemaligen Spielkameraden suchte. Daraufhin stieß sie auf den Vater und die Großmutter einer der beiden Freunde des älteren Mannes – und landete schließlich über Heimatpflegerin Adelheid Berker beim Komm-Projekt.

Manpower wird noch gebraucht

Das generationenübergreifende Projekt hat eine Vielzahl an Unterstützern und Förderern. Manpower aber könnte das Team, das sich in unterschiedliche Arbeitsgruppen aufteilt, noch gut gebrauchen. Gerlinde Griepenburg- Burow sieht hier vor allem für Eltern und Großeltern ein Gewinn, die mit dem Nachwuchs forschen und eben so ein Familienprojekt daraus machen könnten. „Es schärft den Blick“, betont Sylvia Torrijo. Wer mitmachen möchte, kann sich an Kornelia Netenjakob vom Komm unter 05069/516460 oder per E-Mail an komm-ev@htp-tel.de wenden. 

Rubriklistenbild: © Jennifer Klein

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