Ein Schutzwall für Barntens Wohngebiet

Nur wenige Wochen nach der Mitteilung des NLWKN zur Neuberechnung des Leinehochwassers hat die Gemeinde Nordstemmen vor dem Barntener Gebiet Heuanger/Ohekamp, in dem im Falle einer Festsetzung des HQ 100 sieben bis acht Häuser betroffen wären, einen 60 bis 80 Zentimeter hohen Schutzwall errichten lassen. Ziel ist, die Festsetzung zu verhindern.

BARNTEN  Im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung und der Sitzung des Ortsrates Barnten hatte Gemeindebürgermeister Norbert Pallentin auf eine unerfreuliche Mitteilung aufmerksam gemacht. So habe der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) das Leinehochwasser neu berechnet und plane eine neue Festsetzung von durch Hochwasser bedrohten Gebieten.

Mit im Fokus: das östliche Randgebiet Barntens. „Es trifft uns hier in einer Form, in der wir es uns nie hätten vorstellen können“, sagt Norbert Pallentin, der aufgrund der Mitteilung sofortigen Handlungsbedarf angekündigt hat. Die neuen Berechnungen hätten Werte ergeben, die deutlich über die bekannten Zahlen für das betroffene Gebiet hinausgehen. In den Berechnungen werde derzeit vom Fall eines 100-jährigen Ereignisses (HQ 100) ausgegangen, doch auch das 200-jährige Hochwasser (HQ 200) befinde sich derzeit in Vorbereitung. Entsprechend soll in Barnten vorgesorgt werden, um eine negative Einordnung zu verhindern: „Uns droht die so genannte vorläufige Festsetzung“, so Pallentin. „Die vorläufige Festsetzung ist noch nicht passiert, aber da kommt man dann nicht mehr so leicht raus. Bis die endgültige Festsetzung kommt, dauert es noch drei bis vier Jahre“, erklärt der Bürgermeister.

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