1. leinetal24
  2. Lokales
  3. Nordstemmen

Sammeln kann beginnen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Überall in den Gärten sammeln die Bewohner Baum- und Strauchschnitt, um es beim örtlichen Osterfeuer zu verbrennen. Die Genehmigungen hierfür erteilt Heidrun Finke. Fotos: Hüsing
Überall in den Gärten sammeln die Bewohner Baum- und Strauchschnitt, um es beim örtlichen Osterfeuer zu verbrennen. Die Genehmigungen hierfür erteilt Heidrun Finke. Fotos: Hüsing

NORDSTEMMEN Viele Gartenfreunde nutzen den März und April, um Bäume zu fällen, Sträucher zu schneiden und die Hecke zu stutzen. Das Grün bringen sie dann zu einem Sammelplatz in ihrem Ort, wo es gemeinsam mit dem Schnittgut vieler anderer zum Osterfeuer entzündet wird.

„Hierbei handelt es sich um ein Brauchtum, das der Dorfgemeinschaft dient“, sagt Heidrun Finke. Sie ist bei der Nordstemmer Gemeindeverwaltung für die Genehmigungen zum Verbrennen verantwortlich. Eigentlich soll es eine neue Brenneverordnung durch das Land geben, die alte ist bereits Ende März ausgelaufen, aber die neue ist noch nicht erlassen, so dass die allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen gelten.

„Für die Osterfeuer ändert sich aber auch durch die neue Brenneverordnung nichts, da es sich hierbei nicht primär um Abfallentsorgung handelt“, erklärt Heidrun Finke. Zwar werde die Tradition des Osterfeuerentzündens vieler Orts auch beibehalten, um den Gartenschnitt loswerden zu können, doch der Brauch an sich zähle. „Die Gemeinde Nordstemmen hat vor vielen Jahren entschieden, dass jeder Ort die Erlaubnis erhält, an Ostersonnabend ein Feuer zu entzünden, wenn die Sicherheit gewährleistet ist“, so Finke. Häufig sind die Ortsfeuerwehren oder ein Kultur- oder Heimatverein Veranstalter des Festes, so dass die Organisation und Verantwortung in den Händen vor Ort liegt.

„Die Vereine melden das geplante Osterfeuer jährlich bei mir an, und in den meisten Fällen wird es genau wie im Vorjahr auch anstandslos genehmigt“, erklärt Heidrun Finke. Die Schankgenehmigung müsse allerdings zusätzlich beantragt und genehmigt werden. Das Anliefern des Strauchschnitts organisieren die Veranstalter vor Ort. Während in Adensen seit vergangenem Wochenende der Holzhaufen wächst, ist in Rössing die Anlieferung ausschließlich am Ostersonnabend selbst möglich. „Je länger der Haufen liegt, desto eher muss er umgesetzt werden, um das Getier zu schützen, das sich bereits eingenistet haben könnte“, merkt Heidrun Finke an.

Auch interessant

Kommentare