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„Jeder kann helfen – ganz individuell“

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Von: Jennifer Klein

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Der Arbeitskreis bündelt die Hilfen (von links): André Dräger, Hanno Conrad, Ortsbürgermeister Wolfgang Scholz und seine Stellvertreterin Julia Kantack.
Der Arbeitskreis bündelt die Hilfen (von links): André Dräger, Hanno Conrad, Ortsbürgermeister Wolfgang Scholz und seine Stellvertreterin Julia Kantack. © Ann-Cathrin Oelkers

Rössing – Der Krieg in der Ukraine lässt auch in Rössing niemanden kalt. Schnell war den Rössingern klar, dass man Kriegsflüchtlingen helfen möchte und helfen wird. Es hat sich ein Arbeitskreis gebildet, dem neben Ortsratsmitgliedern weitere freiwillige Helfer angehören. Auch Menschen, die dolmetschen können, sind darunter. Bei einer Infoveranstaltung mit rund 70 Teilnehmern vor dem Dorfgemeinschaftshaus hat das Team erste Fragen geklärt. Dabei war und ist dem Arbeitskreis eines wichtig: Jeder kann mitmachen. Die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Julia Kantack betont: „Jeder kann helfen – ganz individuell.“ 

Die unterschiedlichen Hilfsangebote von Sach- oder Kleiderspenden über Unterricht bis hin zu Wohnraum für die in Not geratenen Menschen aus der Ukraine hat der Arbeitskreis anhand eines Fragebogens ausgelotet. Innerhalb kürzester Zeit standen in Rössing drei Unterkünfte zur Verfügung – doch nur zwei davon waren tatsächlich bezugsfertig. Die Rössinger hat das nicht geschreckt. So haben die ehrenamtlichen Helfer die Ärmel hochgekrempelt und binnen 24 Stunden auch die dritte Wohnung mit gespendetem Mobiliar eingerichtet.

Mittlerweile sind alle Wohnungen bezogen, haben dank der Aktion drei Familien aus verschiedenen ukrainischen Städten in dem 1600-Seelen- Dorf Schutz gefunden. „Unser Ziel ist es, die Ukrainer im Dorf zu integrieren“, sagt André Dräger vom Arbeitskreis. Dabei setzt man unter anderem auf die Integrationskraft des Sports. Die VSV Rössing bietet den ukrainischen Flüchtlingsfamilien kostenfreies Training an. 

Benötigt wird auch finanzielle Unterstützung. Viele Rössinger haben Gutscheine im Dorfladen „Rnah“ hinterlegt, damit die Flüchtlingsfamilien dort einkaufen können. Dass das Geld dort ankommt, wo es soll, und im Dorf bleibt, ist auch Ortsbürgermeister Wolfgang Scholz wichtig. Damit das klappt, hat der Arbeitskreis die Bürgerstiftung Rössing ins Boot geholt. Diese hat ein Spendenkonto für die Geflüchteten eingerichtet. Wer helfen möchte, wird um eine Spende auf das Konto DE74 2595 0130 0056 9719 21 mit dem Verwendungszweck „Menschen für Menschen“ gebeten.

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