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„Reinschnuppern“ lohnt sich immer

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„Kleine Kostprobe gefällig?“: Jonas Köhler bereitet einen knackigen Salat zu.
„Kleine Kostprobe gefällig?“: Jonas Köhler bereitet einen knackigen Salat zu.

NORDSTEMMEN Bereits beim Betreten der Aula der Marienbergschule wurde deutlich, auf welch großes Interesse die diesjährige Praktikumsmesse der Schule stieß. Zahlreiche Besucher schlenderten durch die Stände der Zehntklässler, die damit einen Einblick in ihr absolviertes zweiwöchiges Praktikum in den unterschiedlichsten Berufen gaben.

Einer von ihnen war Jonas Köhler. Der 16-Jährige stand in seiner Kochjacke hinter seinem Tisch und zeigte, was er während seines „Reinschnupperns“ gelernt hatte. Fachmännisch bereitete er einen frischen Salat zu, den er dann auch gleich zum Probieren anbot. Um ihn herum verdeutlichten Fotos, wie sein Arbeitstag als Koch im Praktikum aussah und welche Voraussetzungen nötig sind, um eine entsprechende Ausbildung zu beginnen.

In dieser oder einer ihr ähnlichen Form hatten alle 65 Schüler der beiden Schulstufen der Marienbergschule ihre Praktikumsplätze präsentiert und die Vielzahl der unterschiedlichen beruflichen Möglichkeiten beeindruckend dargestellt. Sie reichten vom Kfz-Mechatroniker über Floristin, Bauzeichner, Elektriker, Erzieher, Schädlingsbekämpfer bis hin zur Biologielaborantin. Einen solchen Praktikumsplatz hatte Elena Lang gefunden, die im weißen Laborkittel einen Einblick in ihren Praktikumsalltag gewährte: „Natur und Tiere haben mich schon immer interessiert, und deshalb war mein Praktikum im Labor auch etwas, was ich gerne machen wollte. In den zwei Wochen habe ich festgestellt, dass ich diesen beruflichen Weg gern weiterverfolgen möchte.“ Wie Elena erging es auch Jonas Köhler, der sich ebenfalls gut vorstellen könnte, eine Ausbildung zum Koch zu absolvieren. Ihm haben die Einblicke in die Restaurantküche gut gefallen, kochen gehörte schon immer zu seinen Hobbies.

Mitten unter den vielen Besuchern der Messe waren auch die jeweiligen Klassenlehrer der zehnten Klassen, die jeden Stand genauestens unter die Lupe nahmen. „Die Schüler hatten die Aufgabe gestellt bekommen, den Beruf und den Praktikumsbetrieb auf der Messe vorzustellen“, erklärte Jörg Lehmann als Klassenlehrer der 10 c. „Statt des sonst üblichen Praktikumsberichtes wollten wir eine konstruktive und kreative Arbeit der Schülerinnen und Schüler sehen, die dieses Projekt auch mit viel Ehrgeiz angetreten sind. Wir werden die einzelnen Stände benoten und dabei natürlich berücksichtigen, dass nicht jeder Beruf bunt und anschaulich dargestellt werden kann.“

Bunt und anschaulich ging es tatsächlich an vielen Ständen zu. Arbeitsstiefel, an denen noch der Dreck des Praktikums klebte, Malerfarbe zum Ausprobieren, bunte Blumengestecke, viele Fotos und andere berufstypische Requisiten zeugten davon, wieviel Mühe sich die Schüler gemacht haben. Auch Andrea Schulte zeigte sich vom Ergebnis der Messe begeistert. Ihr Sohn war einer der Aussteller und sie selbst nutzte die Möglichkeit, von Stand zu Stand zu schlendern. „So ein Praktikum ist eine gute Sache. Mein Sohn hat während seines Praktika als Physiotherapeut viel gelernt.“

Zum Abschluss der Veranstaltung prämierte die Schule den am besten und anschaulichsten dargestellten Stand. In diesem Jahr konnte Melissa Struß aus der Klasse 10 b diesen Preis entgegennehmen.

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