Polizeiorchester Hannover in der Grundschule Barnten / Nordstemmer Beamte gewähren Einblicke in die Spurensicherung

Polizisten zum Anfassen und Anhören

Die Schüler der Grundschule in Barnten sind bestens informiert: Während einzelne Instrumente vorgestellt werden, sollen die Dritt- und Viertklässler Namen und Lieder erraten.

BARNTEN Zu einem Einbruch kam es jetzt in der Grundschule in Barnten. Doch die Polizei war bereits vor Ort und auch die fleißigen Helfer der ersten und zweiten Klasse konnten den Fall schnell aufklären. Nebenan spielte das Polizeiorchester aus Hannover für die Viert-und Fünftklässler groß auf. Zwischen Instrumenten-Raten und Fingerabdrücke sammeln.

Ein großer Reisebus und ein Lastwagen mit voller Ladefläche parken vor der Grunschule in Barnten. Ein Stück weiter wartet ein unbesetzter Polizeiwagen der Nordstemmer Beamten. Hat sich hier etwa der Raubüberfall des Jahrhunderts abgespielt? Andreas Holzapfel und Karsten Krumpholz nehmen schon einmal Fingerabdrücke. Zumindest versuchen sie es, denn die jungen Ermittler der ersten und zweiten Klassen der Grundschule sind schneller. Mit Handschuhen und weichen Pinseln „bewaffnet“ bestreichen sie Flaschen und Gegenstände mit feinem Metalpulver. Vom anderen Ende der Schule ertönen derweil allerlei Orchester-Instrumente. Bus und Lastwagen gehören nämlich dem Polizeiorchester in Hannover, das im Rahmen seiner Präventionsarbeit auch in Barnten Halt macht, ehe in der kommenden Woche ein Benefizkonzert in Rössing stattfinden wird. „Der Musik-Workshop richtet sich an die älteren Schüler. Für die jüngeren sind die Nordstemmer Polizisten da und gewähren einen Einblick in ihre Arbeit“, erkärt Schulleiterin Claudia-Maria Wendt. Der Besuch des Orchesters folgt auf eine Initiative von Kai Dräger. Der Leiter des Rössinger Musikzugs hat die Hannoveraner eingeladen. Trotz Uniform und Dienstabzeichen sind sie aber gar keine richtige Polizisten. „Wir sind reine Berufsmusiker“, erklärt Detlef Krenz, Leiter der Big Band – und als Polizeioberkommissar einer der wenigen, der dann doch irgendwann einmal die Grundausbildung absolviert hat. „Wir machen nur Musik, für alles andere haben wir gar keine Zeit.“ Diese machen sie dafür eindrucksvoll gut. Nachdem Krenz nach und nach alle Instrumente in einem heiteren Ratespiel vorgestellt hatte, wechselte die Gruppe zum fröhlichen Liederraten. Die Jungen und Mädchen der dritten und vierten Klasse konnten die Disney-Klassiker jedoch leicht heraushören. Musikalisch verpackt leisten Krenz und seine Kollegen aber auch Präventionsarbeit. „Wir schauen, was bei den Kindern gerade aktuell ist. Heute leisten wir viel Aufklärungsarbeit im Bereich neuer Medien“, erklärt Krenz.

Mensch in Uniform

Denn bei der Frage, wer denn alles ein Smartphone besitze, erstreckten sich alle Hände in die Luft. Doch nur die Wenigsten wissen um die Gefahren, die moderne Mobiltelefone mit Zugang zum Internet bergen. Ob Mobbing über Facebook und Twitter oder gefährliche Emails – verpackt in musikalischem Glanz vermitteln die Beamten Verantwortung und Umsicht. In Kombination mit dem Anschauungsunterricht der Nordstemmer Beamten bot sich laut Wendt eine wunderbare Gelegenheit, „den Menschen in der Uniform zu zeigen“.

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