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„Pflegekind Horst“

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Über 100 Mitglieder der SPD-Orts- und Gemeindeverbände in der Umgebung sowie politisch Interessierte genießen beim politischen Aschermittwoch in Burgstemmen die kurzweiligen Reden der SPD-Politiker.
Über 100 Mitglieder der SPD-Orts- und Gemeindeverbände in der Umgebung sowie politisch Interessierte genießen beim politischen Aschermittwoch in Burgstemmen die kurzweiligen Reden der SPD-Politiker.

BURGSTEMMEN „Ich bin stolz, eine Sozialdemokratin zu sein“, eröffnete Johanne Modder ihre kurzweilige Rede. Die Vorsitzende der SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag ließ in Burgstemmen ein Jahr Rot-Grün Revue passieren und warf ab und an Blicke nach Berlin und in ihre Heimat nach Ostfriesland. Ganz im Sinne des politischen Aschermittwochs in Bayern brachte sie dabei die eine oder andere Spitze an.

Kleine Seitenhiebe gegenüber dem ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff gehörten ebenso dazu wie ein Ausflug in die jüngste Geschichte der Meyer-Werft.

„Ich rede heute einfach so, wie mir der Schnabel gewachsen ist – also als Ostfriesin sehr zurückhaltend und feinfühlig“, nahm Johanne Modder auch sich selbst auf die Schippe. „Du bist bekloppt“, war ein häufig genutzter Satz, um sich und den Umgang mit neuen Ideen zu beschreiben.

In ihrem Rückblick auf die Arbeit der Landesregierung ging die Referentin auf die Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik ein. Mit der Aussage: „Für eine gelingende Inklusion müssen erst einmal die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden“, traf sie genau den Nerv ihres Publikums, das spontan Beifall spendete.

Auch Persönliches ließ Johanne Modder mit einfließen, berichtete über ihren Sohn, dem ihr lautes Organ auf dem Fußballplatz doch recht peinlich ist.

Eine Spitze in Richtung CSU konnte sie sich auch nicht verkneifen: „Die Union bringt auf Bundesebene ein Pflegekind mit in die Zweckgemeinschaft Koalition, den Horst.“

Neben der Gastrednerin griff Bundestagsabgeordneter Bernd Westphal zum Mikrofon, bevor wieder das Blasorchester aufspielte. kim

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