Nordstemmer Senioren-Residenz wendet sich an die Bevölkerung

„Wir hoffen auf einen Lichtblick am Ende des Tunnels“

In der Nordstemmer Senioren-Residenz sind 67 Bewohner und 24 Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden.
+
In der Nordstemmer Senioren-Residenz sind 67 Bewohner und 24 Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

Nordstemmen – Mit einem Aushang wendet sich die Nordstemmer Senioren-Residenz an die Bevölkerung: 67 Bewohner sind inzwischen positiv auf das Corona-Virus getestet worden, ebenso 24 Mitarbeiter. „Wir sind für jede Hilfe dankbar“, sagt die stellvertretende Einrichtungsleiterin Anja Lange auf Nachfrage der LDZ: „Wir hoffen auf einen Lichtblick am Ende des Tunnels.“

In dem Aushang schildern die Verantwortlichen der Nordstemmer Einrichtung genauestens, wie es zu dem Ausbruch des Virus kam. Zum einen gab es einen positiven Test eines Bewohners, zum anderen wurde ein Bewohner im Krankenhaus positiv getestet. Ein Schnelltest hatte offenbar ein falsches Ergebnis geliefert. Gleich als der erste Fall auftrat, sei die Einrichtung geschlossen worden, heißt es in dem Schreiben der Nordstemmer Senioren-Residenz. Später meldeten sich zwei krankgeschriebene Mitarbeiter, dass sie positiv getestet wurden. „Alle BewohnerInnen und MitarbeiterInnen wurden dann am 30. Dezember 2020 mit einem PCR–Test getestet. Diese Testergebnisse waren leider ganz anderes als die Ergebnisse der Schnelltests. Aktuell sind 67 BewohnerInnen und 24 MitarbeiterInnen infiziert“, heißt es in dem Schreiben weiter: „Wir haben seit langem ein sehr gutes Hygienekonzept, welches wir immer den Gegebenheiten angepasst und verbessert haben. Um einen eventuellen Ausbruch in dem ganzen Haus zu vermeiden, haben die BewohnerInnen der drei Etagen nicht mehr gemeinsam in unserem Speisesaal gegessen oder gemischt an den therapeutischen Angeboten teilgenommen.“

Regelmäßige Schnelltests

Seit November werden in der Senioren-Residenz regelmäßig bei Bewohnern, Mitarbeitern und Besuchern Antigenschnelltests durchgeführt. „Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die bestehenden Hygienemaßnahmen weiterhin einzuhalten sind.“ Wie das Virus in die Einrichtung gelangt ist, könne nicht mehr nachvollzogen werden. Aber: „Schuldzuweisungen gegenüber Angehörigen oder Mitarbeitern, die sich möglicherweise nicht bzw. unvollständig an die Hygieneregeln gehalten haben oder durch einen negativen Schnelltest unvorsichtig geworden sind, sind hier auf keinen Fall angebracht.“

Quarantäne: Einrichtung bis 14. Januar geschlossen

Gemeinsam wolle die Senioren-Residenz nun diese Krise überwinden. „Wir freuen uns über alle Fachkräfte, die uns unterstützen“, sagt Anja Lange. Von Tag zu Tag werde die Situation bewertet und entsprechend reagiert. Am Donnerstag, 7. Januar, sollen erneut Abstriche aller bisher negativ getesteten Mitarbeiter genommen werden. Danach endet die Arbeitsquarantäne der Mitarbeiter. Die Einrichtung selbst bleibt vorerst bis 14. Januar geschlossen. „Wir sind alle sehr betroffen und hoffen von ganzem Herzen, dass alle betroffenen Bewohner und Mitarbeiter bald wieder genesen. Unser tiefes Mitgefühl gilt allen Angehörigen, die mit ihren Lieben leiden“, heißt es abschließend in dem Schreiben: „Ein großes Dankeschön an alle Mitarbeiter, die in diesen Tagen bis zur Erschöpfung arbeiten, an eine großartige Ärztin und ihr Team, an die gute Unterstützung von dem Gesundheitsamt, die große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung und für das Verständnis der Bewohner und Angehörigen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare