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LF 10 für Heyersum: Lieferzeit auf gut 30 Monate gestiegen

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Von: Jennifer Klein

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Feuerwehren wollen Lieferzeiten für Fahrzeuge nicht buchstäblich ausgeliefert sein. Sie erhoffen sich Unterstützung von der Politik, um frühzeitig handlungsfähig zu sein.
Feuerwehren wollen Lieferzeiten für Fahrzeuge nicht buchstäblich ausgeliefert sein. Sie erhoffen sich Unterstützung von der Politik, um frühzeitig handlungsfähig zu sein. © Jennifer Klein

Nordstemmen – Monatelanger Stillstand des Übungsdienstes, große Impfkampagnen, ein enormer Ausbildungsstau... – Feuerwehrleute mussten in der Vergangenheit viele Hürden nehmen. Nun gibt es ein weiteres Problem, das auch die Nordstemmer Gemeindefeuerwehr zu spüren bekommt.

Häufig schon haben sich in den vergangenen Jahren Lieferschwierigkeiten bei neuen Feuerwehrfahrzeugen ergeben. Besonders hart trifft es nun die Heyersumer Einsatzkräfte: Ihr neues LF 10 sollte eigentlich ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk werden, doch die Auslieferung ist lange nicht in Sicht. „Von ursprünglich 14 Monaten hat sich die Wartezeit auf gut 30 Monate verlängert“, informiert Marcus Tischbier als Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin. Die Einsatzkräfte aus Heyersum müssen sich also weiterhin in Geduld üben: Laut Ortsbrandmeister Thomas Reitz gebe es keinen Grund zur Sorge: „Unser Fahrzeug ist voll einsatzfähig.“ 

Es handelt sich um das ehemalige Gefährt aus Rössing, das inzwischen knapp 25 Jahre alt ist. Eine Zeit, in der durchaus mal die eine oder andere Reparatur anstehe, wie Gemeindebrandmeister Jan Riechelmann im Gespräch mit der LDZ zu bedenken gibt. Sollte es hier tatsächlich einen Ausfall geben, müsste man sich kurzfristig auf dem Gebrauchtwagenmarkt umschauen. 

Diese aktuellen Lieferschwierigkeiten bekommen deutschlandweit alle Feuerwehren zu spüren: „Es ist nicht nur unser Problem.“ Wohl aber wolle man darauf reagieren, sind sich Marcus Tischbier und Jan Riechelmann einig und sprechen davon, geplante Neuanschaffungen möglicherweise vorzuziehen, um langen Lieferzeiten nicht buchstäblich ausgeliefert zu sein. Beispielsweise wolle man sich frühzeitig um die in den nächsten Jahren geplanten Fahrzeuge für die Feuerwehren in Klein und Groß Escherde kümmern. „Wenn der Rat die Mittel schon bereitstellen würde, sind wir früher handlungsfähig“, erhofft sich Jan Riechelmann Unterstützung seitens der Politik. 

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