Ausbau der Kreisstraße 506: Sanierung nicht vor 2016

Noch zwei Jahre und zwei Millionen Euro

Die Kreisstraße 506 zwischen Adensen und Hallerburg ist in einem desolaten Zustand. Vor 2016 soll die Erneuerung nicht beginnen. Zur Sicherheit könnte auch der Verkehr verlangsamt werden.

Adensen Die Kreisstraße 506 zwischen Adensen und Hallerburg ist in einem „desolaten Zustand“ (die LDZ berichtete). Nun hat sich auch der Landkreis zu Wort gemeldet und erklärt, warum nach den Vermessungsarbeiten vor rund einem Jahr noch keine weiteren Fortschritte zu vermelden waren. Überraschend: Die Planung des Straßenausbaus soll noch in diesem Frühjahr beginnen.

Je nach Dauer des anschließenden Planfeststellungsverfahrens könnte der Ausbau voraussichtlich 2016 oder 2017 beginnen, erklärt der Pressesprecher des Landkreises, Hans Lönneker. Aufgrund des Schadensbildes auf einer etwa anderthalb Kilometer langen Strecke sind dann Kosten in Höhe von bis zu zwei Millionen Euro zu erwarten. „Das ist grundsätzlich eine gute Nachricht“, freut sich auch Adensens Ortsbürgermeister Henning Lange. „Es zeigt, dass sich der Landkreis aktiv mit dem Thema beschäftigt“, so der Adenser. Unverständlich ist ihm lediglich die Tatsache, dass bis zum Baubeginn noch bis zwei Jahre gewartet werden müsse. „Ich bezweifle, dass die Straße bis 2017 überhaupt noch hält“, zeigt er sich ein wenig enttäuscht von der langen Wartezeit. Denn diese könnte für Landkreis und Gemeinde letztendlich hohe Kosten bedeuten: Schon jetzt müsse der Belag immer wieder neu geflickt werden. „Wenn jetzt, so wie es aussieht, der Winter noch mal alles gibt, könnte die Straße bald nicht mehr befahrbar sein“, so seine Vermutung.

Auch der Bau eines Bürgersteigs werde im Zuge der Planung mit der Gemeinde Nordstemmen abgestimmt, da diese Baulastträger des Gehweges wäre. „Ich hätte mir gewünscht, dass insbesondere der Rat ausführlicher informiert gewesen wäre“, bemängelt der Ratsherr die schleppenden Kommunikation. Denn dieser hatte sich bereits in der Vergangenheit für den Bau eines solchen ausgesprochen, warte aber noch immer auf ein Signal aus Hildesheim. Bis frühestens in zwei Jahren mit der Sanierung begonnen werden kann, könnte eine Verringerung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit aufgrund des Schadensbildes erforderlich sein, um die Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. Wenn Henning Lange und viele andere Autofahrer die Straße befahren, weisen jedoch schon jetzt zahlreiche Schilder auf die Schäden hin. Zudem ist die Geschwindigkeit auf 50 Kilometer pro Stunde begrenzt. Laut Lange sei es aber kaum noch möglich, diese Geschwindigkeit überhaupt noch zu erreichen, ohne sich oder das Fahrzeug in Gefahr zu bringen. „Jeder Tag, den wir früher mit der Sanierung beginnen, spart uns immense Kosten“, so das Fazit von Henning Lange. Mehr als einen Hinweis und die Empfehlung an den Landkreis geben könne man allerdings nicht. „Wir haben darauf keinen direkten Einfluss“, so Lange.

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