„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“

ADENSEN  Über 80 Personen sind der Einladung des Ortsrats und der Kirchengemeinde von Adensen und Hallerburg zum zehnten traditionellen Jahresempfang gefolgt und begrüßen den neuen Ortsbürgermeister, Oliver Riechelmann, bei seiner ersten Rede in der Rolf-Gerke-Halle in Adensen.

Mit Humor und Charme berichtet er über die aktuellen Entwicklungen im Ortsbereich, wie dem Ausbau des Sportheim des VfL. „Manchmal habe ich mich, im positiven Sinn, wie auf einer Baustelle gefühlt", grinst er dem Publikum zu. Besonderen Dank findet er auch für die vielen ehrenamtlichen Helfer und weist darauf hin, dass diesen nicht immer die Anerkennung geschenkt wird, die ihnen zusteht. Nicht nur das Engagement der Ehrenamtlichen, sondern auch der stetige Ausbau der Infrastruktur, wie die Anbindung an den Hildesheimer Nachtbus oder die Einrichtung eines Ortsnews- letters seien wichtige Mittel, um dem demographischen Wandel vorzubeugen. Gutes und Schlechtes

Nach einer kurzen Pause begibt sich Pastor Bernd-Ulrich Rüter an das Mikrofon und spricht die dunkleren Seiten des Jahres 2016 an. Der Brexit, die überraschende Wahl Trumps zum US-Präsidenten, der Terroranschlag in Berlin und das „postfaktische Zeitalter" sind nur einige der Punkte, die er erwähnt. „Aber es gab nicht nur Schlechtes“, betont er. Kinderlärm sei in einem Gerichtsurteil als Musik gewertet worden und nachdem der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos den Friedensnobelpreis für seine Verhandlungen mit den Rebellen erhalten hat, könne auch in diesem Bereich auf eine Verbesserung gehofft werden. Um den Dreikönigstag doch noch ein wenig zu würdigen, zückt er nach seiner kurzen Rede seine Gitarre, um mit den Versammelten Wolf Biermanns „Lass dich nicht verhärten" anzustimmen. Im Anschluss lädt Jobst Gerke, der Vorsitzende des TTC Adensen, schon jetzt zum Dorffest von 8. bis 10. September ein: „Es ist nicht nur ein Fest für den TTC, sondern für das gesamte Dorf!“ Dann überreicht der ehemalige Heimatpfleger, Herbert Pfeiffer, dem neuen Ortsrat zwei aus Holz gefertigte Wappen, denen der Ortsbürgermeister Oliver Riechelmann einen würdigen Platz verspricht. Zum Abschluss präsentiert der neue Heimatpfleger, Gerhard Fuest, Fotos aus dem vergangenen Jahr, um den Neujahrsempfang gemütlich ausklingen zu lassen.

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