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Viele Weichen gestellt

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Von: Jennifer Klein

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Deutliche Verbesserungen strebt Rot-Grün – hier Gerald Ludewig (SPD) und Karsten Wegener (Bündnis 90 / Die Grünen) auch im Bereich der Mobilität an. Fahrradfahren soll sicherer und attraktiver werden. Ein erster Schritt ist mit der Beauftragung eines Planungsbüros gemacht, das die Situation in der Hauptstraße genauer unter die Lupe nimmt.
Deutliche Verbesserungen strebt Rot-Grün – hier Gerald Ludewig (SPD; rechts) und Karsten Wegener (Bündnis 90 / Die Grünen) auch im Bereich der Mobilität an. Fahrradfahren soll sicherer und attraktiver werden. Ein erster Schritt ist mit der Beauftragung eines Planungsbüros gemacht, das die Situation in der Hauptstraße genauer unter die Lupe nimmt. © Ann-Cathrin Oelkers

Nordstemmen – Seit neun Monaten gibt die Mehrheitsgruppe von SPD und Bündnis 90 / Die Grünen im Gemeinderat den Takt vor – für die Chefs beider Ratsfraktionen der Anlass, eine erste Bilanz zu ziehen. Und die fällt ausgesprochen positiv aus, auch wenn sich manches Projekt nicht ganz so schnell realisieren lässt, wie erhofft und an der weiteren Umsetzung noch gearbeitet werden muss. Gerald Ludewig (SPD) und Karsten Wegener (Bündnis 90 / Die Grünen) wissen, dass die Früchte der gemeinsamen Ratsarbeit für die Nordstemmer Bevölkerung „noch nicht zu sehen oder zu erleben sind“. Im Gespräch mit der LDZ zeigen sie auf, welche Weichen die Gruppe seit Beginn der Wahlperiode gestellt hat.

ls Erfolg von Rot-Grün verbuchen Ludewig und Wegener, dass es schon bald einen Klimaschutzmanager in der Kommune geben wird. Zahlreiche Interessenten hätten sich auf die Stelle beworben. Beide gehen davon aus, dass noch in diesem Jahr eine Einstellung erfolgen kann. „Die Gemeinde wird dann über eine Fachkraft verfügen, die sich um die wichtigen Themen kommunale Energiekosten und Auswirkungen des Klimawandels kümmern wird“, betonen die Fraktionschefs. Nicht zuletzt die explodierenden Energiepreise machen ihrer Ansicht nach das Thema Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden aktuell.

Auf Drängen der Mehrheitsgruppe seien der Stromverbrauch der gemeindeeigenen Immobilien und für Solarstrom geeignete Gebäude ermittelt worden. Noch in diesem Jahr soll, so das erklärte Ziel der Kommunalpolitiker, auf dem Rathausdach eine Photovoltaikanlage installiert werden. Wie schnell die Anlage tatsächlich in Betrieb gehen und die Stromkosten reduzieren kann, ist allerdings offen. Haushaltsmittel stehen zur Verfügung, aber mit der deutschlandweit boomenden Nachfrage gehen Lieferengpässe einher. Nach dem Rathausdach stehen die Dächer im energieintensiven Freizeitbad auf der rot-grünen Solarstrom-Wunschliste. 

Neben Klimaschutzvorhaben hat die Mehrheitsgruppe auch den Natur- und Artenschutz vorangetrieben. Stichwort: Bewahrung des öffentlichen Grüns. Seit April dieses Jahres gilt: Alle auf kommunalen Grünflächen entfernten Bäume und Großsträucher müssen durch mindestens zwei gleichartige bienen- und insektenfreundliche Neuanpflanzungen ersetzt werden. „Die Sensibilität für das Thema ist erheblich gestiegen“, so Wegener. Weiter 

„Gas geben“ will die Mehrheitsgruppe mit Blick auf die fehlenden Kinderbetreuungsplätze. Zum 1. Oktober sollen laut Gerald Ludewig die als Übergangslösung gedachten Notgruppen stehen. Als das derzeit größte Problem dabei benennt der Sozialdemokrat den Mangel an qualifiziertem Personal.

Deutliche Verbesserungen strebt Rot-Grün auch im Bereich der Mobilität an. Fahrradfahren soll sicherer und attraktiver werden. Ein erster Schritt ist mit der Beauftragung eines Planungsbüros gemacht, das die Situation in der Hauptstraße genauer unter die Lupe nimmt. „Das ist noch nicht der große Wurf“, räumt Karsten Wegener ein, der als Fahrradfahrer auf dem Weg Richtung Bahnhof selbst schon brenzlige Situationen erlebt hat. Sozialdemokraten und Grüne wollen „dranbleiben“.  - oel

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