Feuerwehr Nordstemmen stellt Manpower unter Beweis / Drei große Projekte

„Macht weiter so wie bisher!“

Ehrungen: Seit jeweils 25 Jahren gehören Remmer Gomoll (3.v.r.) und Björn Lübbecke (2.v.l.) der Wehr an. Seit 40 Jahren ist Uwe Schmull (3.v.l.) Mitglied der Feuerwehr Nordstemmen. Gemeindebrandmeister Frank Borrmann sowie Marcus Tischbier (r.) und Harry Neise (l.) von der Verwaltung gratulieren. Foto: Klein

NORDSTEMMEN Anerkennung und Dank erhielten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Nordstemmer Feuerwehr im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung. „Danke, dass es Sie gibt“, richtete etwa Nordstemmens Ortsbürgermeister Bernhard Flegel an die Kameraden, die im vergangenen Jahr nicht nur sage und schreibe 70 Einsätze bewältigen mussten, sondern auch durch drei große Projekte viel zusätzliches Manpower an den Tag legten.

„Alle Achtung, was hier geleistet wurde“, zollte Gemeindebrandmeister Frank Borrmann den Brandschützern großen Respekt. Die Jahresberichte aus den einzelnen Gruppen belegten das große Engagement in Nordstemmen. Wie Ortsbrandmeister Uwe Schmull vorrechnete, sind „mehr als 1 000 Mann-Stunden“ in den vergangenen eineinhalb Jahren geleistet worden. Der Grund hierfür: Die Nordstemmer Wehr hat in dieser Zeit ihren kompletten Fuhrpark getauscht.

„Drei große Projekte galt es, zu erledigen“, erläuterte Holger Birkner: Am Einsatzleitwagen standen etwa die geplanten Umbauarbeiten an, so dass dieser auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden konnte. In diesem Zusammenhang musste auch im Feuerwehrgerätehaus fleißig gearbeitet werden, um dort eine örtliche Einsatzleitung einzurichten. Parallel dazu hat die Nordstemmer Wehr ihre Internetseite rundumerneuert. „Natürlich sind wir dabei, diese Seite immer aktuell zu halten“, kündigte der stellvertretende Ortsbrandmeister an.

Das dritte Projekt war der Gerätewagen Logistik: „Allen Kameraden, die – in welcher Form auch immer – an diesen Projekten beteiligt waren, haben wirklich Großartiges geleistet“, dankte er den Einsatzkräften. „Wir haben alles zu einem guten Abschluss gebracht“, pflichtete Uwe Schmull bei: „Darauf können wir stolz sein.“ Doch die vielen Stunden, die hier investiert wurden, haben ihre Spuren hinterlassen: Die Nerven der Kameraden seien strapaziert worden, räumte der Ortsbrandmeister ein. Deshalb soll in diesem Jahr der Fokus auf der Kameradschaftspflege liegen.

Welchen Stellenwert die Feuerwehr in Nordstemmen hat, ist an diesem Abend mehr als deutlich geworden: Sie verfügt über eine aktive Jugend als „Säule der Feuerwehr“, hat ein starkes Blasorchester als Nachbar im Feuerwehrhaus und eine unternehmungslustige Altersabteilung. Dass auch der Zusammenhalt groß ist, zeigte die Diskussion über eine Beitragserhöhung angesichts der angespannten Finanzlage: Einstimmig wurde der Jahresbeitrag von 14 auf 15 Euro für Aktive und von 25 auf 36 Euro für fördernde Mitglieder angehoben.

Auch die Gemeindeverwaltung weiß den Einsatz der Wehr zu schätzen: „Für die nötigen Rahmenbedingungen hat die Gemeinde gern gesorgt“, lobte Marcus Tischbier, erstmals in seiner Funktion als hauptamtlicher Stellvertreter des Bürgermeisters. Laut Fachbereichsleiter Harry Neise sind die in den Haushalt eingestellten Summen für die Feuerwehr auch „eine Anerkennung für Eure Leistung“. Fünf Einsatzkräfte beschäftigt die Gemeinde beim Bauhof und bei der Kläranlage – auch dies sei eine Geste der Wertschätzung. Kurz: „Macht weiter so wie bisher“, betonte Frank Borrmann.

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