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„Extreme Wetterverhältnisse nehmen zu“

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Von: Jennifer Klein

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Um flexibler auf die Preisentwicklung reagieren zu können, lagert Landwirt Ulf Moldenhauer das Getreide ein. So wird eine letzte Wagenladung Weizen über eine Schnecke befördert und landet schließlich in einem riesigen Silo.
Um flexibler auf die Preisentwicklung reagieren zu können, lagert Landwirt Ulf Moldenhauer das Getreide ein. So wird eine letzte Wagenladung Weizen über eine Schnecke befördert und landet schließlich in einem riesigen Silo. © Jennifer Klein

Burgstemmen – Der Klimawandel ist längst spürbar: „Extreme Wetterverhältnisse nehmen zu“, bestätigt Landwirt Ulf Moldenhauer, der auf die vergangenen Wochen zurückblickt – auf eine anstrengende Getreideernte

Normalerweise ist der Burgstemmer Landwirt zweieinhalb Tage in Burgstemmen unterwegs, um den Weizen zu dreschen. „Diesmal sind wir zehnmal hin- und hergefahren“, beschreibt er ungewisse Wochen, die angesichts der Witterung kaum planbar waren. Denn: Ist das Getreide zu feucht, kann es nicht geerntet werden. Das kann sogar zu Ertragseinbußen führen. „

Normalerweise dreschen wir zwölf Tage“, erläutert Ulf Moldenhauer, der sich mit einem Landwirt aus Banteln zu einer Dreschgemeinschaft zusammengeschlossen hat: „Rund 25 Hektar schaffen wir gewöhnlich pro Tag.“ Der starke Regen aber hat sämtliche Pläne über den Haufen geworfen. Noch dazu seien die Erträge schlechter als erwartet, so der Burgstemmer, der die Ernte jetzt in ein Silo mit einem Fassungsvermögen von 500 Tonnen einlagert. So könne er auf Preisentwicklungen flexibel reagieren, 

Während es für das Getreide zu viel Regen war, könnten Rüben und Mais vom Niederschlag profitiert haben. Im September werden Rüben gerodet, im Oktober folgt die Maisernte. Parallel dazu werden in den nächsten Tagen Raps, Ende September Wintergerste sowie Anfang Oktober Winterweizen neu bestellt.

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