Lob und Kritik bei Tagung des Kreismusikverbands Hildesheim in Burgstemmen

Auf Landesebene weiter Spitze

Die Delegierten des mitgliederstärksten Kreisverbands demonstrieren bei ihren Abstimmungen Geschlossenheit. Über 90 Delegierte nehmen an der Versammlung in Burgstemmen teil.

KREIS / BURGSTEMMEN Der Kreismusikverband Hildesheim (KMVH) ist auf der Ebene des Niedersächsischen Musikverbandes (NMV) mit seinen 56 Mitgliedsvereinigungen vor den Kreisverbänden Emsland/Grafschaft Bentheim, Osnabrück und Cloppenburg der mitgliederstärkste Kreisverband. Das ging aus dem Rechenschaftsbericht des Kreisverbandsvorsitzenden Norbert Lange hervor.

In den 56 Mitgliedsvereinigungen, darunter auch die Musikschulen aus Alfeld und Hildesheim, die Bläserklasse der Marienschule sowie zwei Gastvereine aus den Kreisen Peine und Wolfenbüttel, sind 6 637 Mitglieder im KMVH vereint, berichtete Lange. Davon sind 1 203 aktive Musiker unter 18 Jahre und 1 658 über 18 Jahre alt. Die anderen 3 776 Einzelpersonen seien fördernde Mitglieder. Wenn von 56 Verbandsmitglieder aber nur 27 zu der jährlichen Delegiertenversammlung des KMVH kämen, sei dieses aber mehr als bedauerlich, kritisierte Lange. Dafür habe er keinerlei Verständnis, da der Kreisverband die Interessen der einzelnen Vereine vertrete und fördere. Dennoch waren die über 90 Delegierte und zehn Ehrengäste gut aufgelegt, denn alle wichtigen Entscheidungen wurden im Laufe der Tagung einstimmig beschlossen. Für die gute Einstimmung hatte das Blasorchester des Männergesang- und Musikvereins (MGMV) aus Burgstemmen als Organisator des Treffens unter der Leitung von Thomas Schachschal und Korpsführer Markus Nettelroth mit flotter Begrüßungsmusik gesorgt.

Zufriedenstellend bewerte Norbert Lange das zurückliegende Geschäftsjahr. Am Fortbildungsseminar D1 hätten sich 72 Nachwuchsmusiker beteiligt. Bei D2 seien es 18 und im Bereich D3 noch fünf gewesen. Diese Seminare mit geschulten Dozenten seien die Garanten für eine gute musikalische Ausbildung, wovon insbesondere die Blasorchester, Bläserklassen sowie Spielmanns- und Fanfarenzüge profitierten.

Norbert Lange bedankte sich in diesem Zusammenhang für die finanziellen Zuwendungen des Landkreises, der Sparkasse Hildesheim und des Fördervereins des KMVH. Leider habe die Stadt Hildesheim „aus der Not heraus“ den Zuschuss gestrichen, bedauerte Lange. Beim fünften Bundesmusikfest im Mai 2013 in Chemnitz sei der KMVH mit über 250 Musikern aus vier Blasorchestern und vier Spielmannszügen der stärkste Kreisverband auf Bundesebene vertreten gewesen. Aus dem Kreis Hildesheim hätten sich der Musikverein Borsum der Musikzug der Feuerwehr Harsum, der Musikzug Giesen, das Sinfonische Blasorchester der Marienschule sowie die Spielmannszüge aus Lühnde, Groß Düngen und Borsum mit dem Stammzug und der Knüppelgarde bei den Deutschen Meisterschaften und den Wertungsspielen mehr als beachtlich geschlagen. Lediglich die peinlichen Vorfälle bei den Marschmusikwertungen auf dem dortigen Opernplatz seien ein Grund dafür, so Lange, dass dieses bei den Landesmeisterschaften des NMV am 19. und 20. September 2015 in Harsum nicht wieder passiere.

Hohe Qualität

Das Kreisjugendorchester (KJO) mit derzeit 65 jungen Musikern im Alter zwischen 13 und 21 Jahren sei unter der Leitung von Sebastian Dortmund und Yannick Koppe bestens aufgestellt. Derzeit werde das Jugendfestival mit Workshop unter der Leitung des Dirigenten und Komponisten Jens Illemann aus Hamburg am 19. und 20. Juli im Leester Haus der Hildesheimer Musikschule vorbereitet. Auch werde sich das KJO am 26. und 27. Juli am Festival der Blasmusik auf dem Gelände der Musikschule beteiligen.

Das gelte auch für das 45-köpfige und weiterführende Kreisverbandsorchester (KVO) unter der Leitung von Joachim Hartz von der Musikschule Hildesheim, so Norbert Lange: „Das tolle Orchester bereitet sich derzeit auf die beiden großen Konzerte am 22. März in der Mehrzweckhalle Mehle und am 23. März im Goethegymnasium Hildesheim vor.“

Im Namen der CDU-Bundestagsabgeordneten Ute Bertram sowie den Landtagsabgeordneten Klaus Krumfuß (CDU) und Bernd Lynack (SPD) bescheinigte der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernd Westphal den Musikvereinigungen im Landkreis eine enorm hohe musikalische Qualität.

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