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„Konzerte sind eine Bereicherung“

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Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Bertram referiert in seinem Vortrag zur Reformationsfürstin über die Geschichte Calenbergs im 16. Jahrhundert.
Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Bertram referiert in seinem Vortrag zur Reformationsfürstin über die Geschichte Calenbergs im 16. Jahrhundert.

BURGSTEMMEN „Uns ist wichtig zu wissen: Was möchte das Dorf für das Dorf?“, unterstrich Heike Gesemann von der Dorfkultur Burgstemmen. Um Antworten auf diese Frage zu erhalten, hatte Burgstemmens jüngster Verein in Erinnerung an die „Kick-Off-Veranstaltung“, die vor rund fünf Jahren den Anstoß zur Vereinsgründung im September 2009 gab, alle Dorfbewohner zu „Brainstorming“ und konstruktiver Kritik in die Mehrzweckhalle eingeladen.

Nach einem so informativen wie detaillierten Vortrag von Burgstemmens Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Bertram, der mit einem Schwerpunkt auf die so genannte „Reformationsfürstin“ Elisabeth von Calenberg (1510 bis 1558) über die Geschichte Calenbergs im 16. Jahrhundert referierte, ließ die Vereinsvorsitzende anhand einer Diashow das bisher in der kurzen Vereinsgeschichte Erreichte noch einmal Revue passieren.

„Viel gemacht haben wir in der Zwischenzeit“, erinnerte Heike Gesemann beispielsweise an die Anlage der Wanderwege rund um Burgstemmen, das Aufarbeiten von Holzschildern und Bänken, die Pflege der Kopf-eschen oder die verschiedenen musikalischen Veranstaltungen wie die Reihe „Eine kleine Neujahrsmusik“ sowie die zuletzt als „musikalisches Picknick im Park“ der Poppenburg angebotenen Sommer-Serenaden. Etabliert im Dorfleben haben sich auch Veranstaltungen wie das Laternenbasteln in Zusammenarbeit mit Kindergarten und Löschbären.

„Unser Dorf“-Projekt

Für das laufende Jahr plant das zupackende „A-Team“ unter anderem eine attraktivere Gestaltung des Platzes rund um die Infotafel an der Straße „Radebrecher“, deren Anschaffung dank der 500 Euro aus der Gemeinschaftsaktion „Unser Dorf“ von LDZ und Sparkasse möglich war. Aus Reihen der rund 40 Anwesenden gab es für die beachtliche Bilanz der vergangenen fünf Jahre einhellig Applaus. Angeregt wurde von der Versammlung die Aufarbeitung weiterer Bänke innerhalb der Ortschaft. Diskutiert wurde überdies die Aufstellung von Begrüßungsschildern an den Ortseingängen. Innerhalb des Ortes könne man einem Vorschlag von Heike Gesemann zufolge etwa durch eine ansehnlichere, farbliche Gestaltung von Trafo-Häuschen oder den Bushaltehäuschen „für mehr Pepp sorgen“.

Kanuanleger

Als ein größeres Projekt brachte die Vereinsvorsitzende außerdem den Bau eines Kanuanlegers ins Gespräch, denn: „Auf der Leine ist richtig viel Paddelverkehr. Lasst die Leute doch hier mal aussteigen und unser Dorf anschauen.“ Mehrheitlich teilten die Anwesenden die Meinung von Ortsbürgermeister Björn Meisiek: „Es wäre schön, einen wirklichen Dorfmittelpunkt zu haben.“ Mit der ansprechenden Gestaltung des Platzes rund um die Mehrzweckhalle, zum Beispiel haben die Ehrenamtlichen von der DorfKultur hier ein Blumenbeet mit dem Wappen Burgstemmens angelegt, ist nach Überzeugung seines Amtsvorgängers Markus Dierks „der Anfang gemacht. Wenn Veranstaltungen stattfinden, umso besser.“ Den Veranstaltungsreigen zwischen Maifeier und Weihnachtsmarkt ergänzen wird in diesem Jahr eine Abendserenade anlässlich des 145. Geburtstages des Männergesang- und Musikvereins Burgstemmen von 1869 (MGMV). Angeregt wurde, den Veranstaltungsbesuchern mittels Flip-Chart oder Zettelbox die Möglichkeit zu geben, Wünsche und Anregungen zu formulieren.

Ein dickes Lob und Ansporn für die Zukunft gab es für die Ehrenamtlichen von der Dorfkultur nicht nur für die Maßnahmen zur Dorfpflege und -verschönerung, sondern insbesondere für das kulturelle Angebot des Vereins. „Die Konzerte sind eine wirkliche Bereicherung für den Ort“, betonte Markus Dierks: „Diese Tradition sollte weiter gepflegt werden.“ oel

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