Komm erhält rund 2 000 Euro für coronabedingten Mehraufwand

Große Freude über Unterstützung vom Bund

Nordstemmen – Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Hygienemaßnahmen stellten das Komm- Mehrgenerationenhaus (MGH) in Nordstemmen vor eine ungewohnte Herausforderung – nicht nur den Aufwand betreffend, sondern auch finanziell. Wie gerufen kam da die Nachricht des Bundestagsabgeordneten Bernd Westphal, dass das MGH vom Bund finanziell unterstützt wird. Möglich wird dies durch das Förderprogramm „Ehrenamt stärken. Versorgung sichern.“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. 

Kornelia Netenjakob und Paloma Klages (von links) erstellen gemeinsam einen Katalog mit förderungsberechtigten Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit.

Im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) hatten eingetragene Vereine, gemeinnützige Gesellschaften, öffentlich-rechtliche Religionsgesellschaften, gemeinnützige Stiftungen des bürgerlichen Rechts und genossenschaftlich organisierte Dorfläden und Gaststätten die Möglichkeit, zweckgebundene Fördermittel zu beantragen. Der Zeitrahmen dafür war sehr begrenzt, ab dem 24. Juni hatten sie Gelegenheit, zeitnah eine „Interessenbekundung“ einzureichen. Hier gilt der Dank des Komm der Gemeinde, die das MGH rechtzeitig über die Maßnahme informiert hatte. Insgesamt gingen 560 Bewerbungen aus 200 Landkreisen ein, darunter auch 100 Essenstafeln. Unter dem Titel „Pandemie 2020 in Nordstemmen helfen“ reichten Kornelia Netenjakob, Koordinatorin des MGH, und Paloma Klages, Integrationsbeauftragte der Gemeinde Nordstemmen, einen Förderkatalog ein mit coronabedingten Mehrausgaben. Dazu zählten unter anderem Mund-Nasen-Bedeckungen, Handschuhe, Absperrbänder, Desinfektionsspender, Printprodukte, Stofftaschen und auch Transportboxen.

In den vergangenen Monaten waren die Anfragen Hilfesuchender durch COVID-19 unerwartet angestiegen. Viele Nordstemmer, unter anderem Risikopatienten, konnten das Haus nicht mehr verlassen oder hatten Angst, sich in der Öffentlichkeit zu infizieren. Für sie bietet das Komm auch weiterhin einen Einkaufs- und Lieferservice an, für den zusätzliches Transportequipment beschafft werden musste. Auch beim Sommerfest im vergangenen August und beim Markt der Kulturen im September mussten durch die Pandemie bedingt Hygiene- und Abstandsmittel zugekauft werden, die Anfang des Jahres nocht nicht absehbar waren. Die dafür nötigen Kosten musste das Komm vorstrecken.  - kho

Rubriklistenbild: © Katja Hormann

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