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Kleingruppe in Heyersum kann bald an den Start gehen

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Von: Jennifer Klein

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Tempo wünscht sich der Fachausschuss für die An- oder Erweiterungsbauten, mit denen das Raumangebot in Barnten, Burgstemmen und Heyersum vergrößert werden soll.
Tempo wünscht sich der Fachausschuss für die An- oder Erweiterungsbauten, mit denen das Raumangebot in Barnten, Burgstemmen und Heyersum vergrößert werden soll. © Ann-Cathrin Oelkers

Nordstemmen – Die Verwaltung hat im Kita-Ausschuss neue Zahlen zu den fehlenden Kinderbetreuungsplätzen vorgelegt. Demnach warten aktuell die Eltern eines Kindergartenkindes auf einen Ganztags-Betreuungsplatz in der Gemeinde Nordstemmen. Laut Verwaltungsmitarbeiterin Ilka Goldmann stehen fünf weitere Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren auf der Warteliste, die ab Januar 2023 einen Kindergartenplatz benötigen und sechs Stunden lang betreut werden sollen. Deutlich größer ist der Bedarf an Krippenplätzen.

Aktuell warten die Eltern von 16 Kindern im Krippenalter auf einen Platz. Manche hätten sich eine sechsstündige Betreuung in der Krippe bereits ab August gewünscht, andere benötigen bis Mai 2023 einen Krippenplatz. Ganztags sollen nach derzeitigem Stand ab Januar 2023 zwei unter Dreijährige betreut werden, die noch auf einen Platz warten.

Der Nachfrage wollen Verwaltung und Politik schnellstmöglich Rechnung tragen. Die Verwaltung geht davon aus, dass bis 1. Oktober die als Übergangslösung gedachte Kleingruppe in der AWO-Kita Heyersum an den Start gehen kann. Dazu soll der Bewegungsraum zum Gruppenraum für bis zu zwölf Kinder umgewandelt werden, die täglich sechs Stunden betreut werden können. Kleinere Bauarbeiten wie der Einbau einer zusätzlichen Notausgangstür und Umbauten im Sanitärbereich sollen zeitnah abgeschlossen sein.

Entwarnung gab es in Hinsicht auf den befürchteten Personalmangel. Die AWO hat als Träger der Kita Fachpersonal gesucht und gefunden. Einrichtungsleiterin Janina Friedemann berichtete im Fachausschuss von einer gemischten Stimmung unter den Eltern. Einige „freuen sich immens“ über die Aussicht auf mehr Betreuungsplätze. Andere Eltern stehen demnach der Umwandlung des Bewegungsraums – die Kinder sollen künftig auf die angrenzenden Heinz-Fiolka-Halle ausweichen – kritisch gegenüber. Zuvor hatte bereits ein Vater aus Heyersum die Einwohnerfragestunde für Kritik genutzt.  

Deutlich langsamer als in Heyersum geht die beabsichtigte Einrichtung von Kleingruppen in Burgstemmen und Barnten voran. Aus Sicht des Landesjugendamts ist die Burgstemmer Mehrzweckhalle wegen der Entfernung zur Kindertagsstätte kein adäquater Ersatz für den wegfallenden Bewegunsgraum. Bevor die Behörde grünes Licht gibt, muss noch ein schlüssiges Bewegungskonzept vorgelegt werden. Die Verwaltung rechnet nicht damit, dass noch in diesem Jahr eine Betriebserlaubnis erteilt wird. Auch in Barnten wird die neue Kindergarten-Notgruppe mit bis zu zwölf Plätzen erst im kommenden Jahr stehen. Das Kirchenamt als Träger des evangelisch-lutherischen Kindergartens will die zwei benötigten Erzieher-Stellen zum 1. Januar 2023 ausschreiben. Sobald das Fachpersonal gefunden wurde, soll die bereits in Aussicht gestellte Betriebserlaubnis erfolgen. 

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