Kleine Demonstration vor dem Rössinger Kindergarten

Kita-Gesetz: Erzieher hoffen auf Einlenken der Politik

Lautstark machen sich die knapp 70 Kinder des Rössinger Kindergartens bemerkbar: Den Erziehern ist auch die Unterstützung der Eltern sicher.
+
Lautstark machen sich die knapp 70 Kinder des Rössinger Kindergartens bemerkbar: Den Erziehern ist auch die Unterstützung der Eltern sicher.

Rössing – „Das neue Kita-Gesetz können wir so nicht hinnehmen“, betont Gitta Weinhold als Leiterin des Rössinger Peter-und-Paul-Kindergartens inmitten des Nachwuchses. Die knapp 70 Jungen und Mädchen haben sich vor dem Kindergarten versammelt, um sich lautstark – mit Trillerpfeifen und Rasseln – Gehör zu verschaffen.

Wir hoffen, dass uns die Politiker bis nach Hannover hören“, so Gitta Weinhold, die mit ihrem Team parallel zu den Aktionen in Hildesheim und Hannover in Rössing ein Zeichen setzen wollte. Unterstützung erhalten die Erzieher nicht nur von den Kindern, auch Eltern zeigen, dass sie hinter den Kita-Mitarbeitern stehen. „Das Kita-Gesetz ist über 30 Jahre alt“, erläutert die Leiterin der Einrichtung. Die Anforderungen an Erzieher hätten sich in all den Jahren deutlich verändert, blickt Gitta Weinhold auf die Aufgaben der Mitarbeiter, die von Bildungsarbeit über Elternberatung bis hin zur Dokumentation reicht. 

Seit Jahren schon fordern Erzieher die dritte Fachkraft in Kindergarten-Gruppen. Sie soll kommen, wie Politiker vollmundig versprechen – erst aber ab August 2027. Noch dazu verdeutlicht Gitta Weinhold, dass Erzieher mehr Verfügungszeit benötigen. Führungskräfte bräuchten zudem mehr Leitungszeit. „Die Erzieher kommen an ihre Grenzen“, spricht sie sich für deutlich kleinere Gruppen mit 18 bis 20 Kindern (aktuell sind es 25 Kinder) aus, die von drei Kräften, wenigstens zeitweise, betreut werden sollten. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare