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Kiesabbau rückt näher

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Die Kiesabbaugebiete liegen westlich von Barnten. Derzeit plant die Firma eine Erweiterung des Abbaus im Nordwesten, der bis auf wenige Meter an die Wohnbebauung heranreichen würde.
Die Kiesabbaugebiete liegen westlich von Barnten. Derzeit plant die Firma eine Erweiterung des Abbaus im Nordwesten, der bis auf wenige Meter an die Wohnbebauung heranreichen würde.

BARNTEN Die Firma „Holcim Beton und Zuschlagstoffe GmbH“ beantragt derzeit beim Landkreis Hildesheim eine Erweiterung des bestehenden Kies- und Sandabbaus bei Barnten. Die Gemeinde Nordstemmen ist dazu aufgefordert, hierzu eine Stellungnahme abzugeben, die in der heutigen Sitzung des Ausschusses Planung, Bau, Umwelt und Feuerschutz (18 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses) der Politik vorgestellt werden soll.

Im Westen Barntens, in den Leineniederungen, ist die Firma bereits seit mehreren Jahrzehnten mit dem Abbau von Kies und Sand beschäftigt. Während einige Abbaugebiete bereits abgeschlossen oder im Abbau sind (siehe Karte A und B), und dort Seen zur Renaturierung angelegt wurden, gehörten die landwirtschaftlichen Flächen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wohnbebauung im Bereich Leinestraße bislang nicht zum Abbaugebiet. Hier beantragt die Firma Holcim nun eine Erweiterung um die in der Karte in rot dargestellten Flächen.

Diese erstrecken sich – bis auf wenige Meter – direkt bis an dort bestehende Wohngebäude. Im Moment läuft im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens die Beteiligung der betroffenen Kommunen, Institutionen und Bürger. Noch bis zum 13. Oktober liegen die Antragsunterlagen in der Gemeinde Nordstemmen aus und können dort eingesehen werden. „Diese Möglichkeit haben einige direkt Betroffene bereits genutzt“, bestätigt Rainer Bödeker vom Fachbereich Planung und Bau. Er selbst hat eine Stellungnahme der Gemeinde ausgearbeitet, die nach Beschluss der hiesigen Politik an den Landkreis geht, wo diese abgewogen wird. „Ich beziehe mich auf all die Punkte, bei denen die Angst besteht, dass die Belastung für die Bevölkerung zu hoch wird“, erklärt Bödeker. Hierbei geht es um Abstände, Transportwege, Schall- sowie Hochwasserschutz. Die Ausschussmitglieder haben heute Abend Gelegenheit, sich zu der Stellungnahme zu positionieren.

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