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„Ich mag keine krummen Summen“

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Von links: Bernd Nebelin (Motorsportclub), Ines Büthe, Vorstandsvorsitzende der Unterstützungskasse, Matthias Banduch und Jörg Wolf (DLRG), Heinz Kühn (Motorsportclub), Krista Wittke und Kornelia Netenjakob (Komm), Marcus Tischbier von der Gemeinde, Andreas Arlt und Daniela Below (GJR), Wilbert Nandzik von der Zuckerfabrik und Silvio Wittke (Förderverein Marienbergschule) freuen sich über die Spende aus der Unterstützungskasse der Zuckerfabrik. Foto: Hüsing
Von links: Bernd Nebelin (Motorsportclub), Ines Büthe, Vorstandsvorsitzende der Unterstützungskasse, Matthias Banduch und Jörg Wolf (DLRG), Heinz Kühn (Motorsportclub), Krista Wittke und Kornelia Netenjakob (Komm), Marcus Tischbier von der Gemeinde, Andreas Arlt und Daniela Below (GJR), Wilbert Nandzik von der Zuckerfabrik und Silvio Wittke (Förderverein Marienbergschule) freuen sich über die Spende aus der Unterstützungskasse der Zuckerfabrik. Foto: Hüsing

NORDSTEMMEN „Das Geld fließt ins Grüne Klassenzimmer“, „wir nehmen es für die Schwimmausbildung“, „es kommt auf jeden Fall direkt den Kindern und Jugendlichen zugute“, „alle sollen etwas davon haben“: Diese Aussagen trafen einige Vereinsvertreter gestern Mittag. Die Zuckerfabrik Nordstemmen löst den Verein der Unterstützungskasse auf. Das Vermögen von rund 10 000 Euro bekommen fünf Nordstemmer Vereine.

„Die Unterstützungskasse wurde im April 1950 von 122 Mitarbeitern der Zuckerfabrik gegründet“, blickte Ines Büthe in die Vergangenheit. Die Vorstandsvorsitzende der Unterstützungskasse der Zuckerfabrik Nordstemmen, wie der Verein offiziell heißt, hat die ehrenvolle Aufgabe übernommen, den Verein aufzulösen und das Vermögen im Sinne der Satzung einem guten Zweck zukommen zu lassen.

Ursprünglich war die Kasse dafür gedacht, Unterstützung zu leisten, wenn Mitarbeiter der Fabrik oder Angehörige unverschuldet in Not geraten. Sei es durch Krankheiten und Betriebsunfälle, Katastrophen oder Tod eines Belegschaftsmitglieds. Zunächst hatten die Mitglieder 50 Pfenning pro Monat eingezahlt, ab 1977 wurden aber keine Mitgliedsbeiträge mehr erhoben. Die Zuckerfabrik beteiligte sich mit einem Anfangskapital von 5 000 D-Mark sowie weiteren Zuwendungen in den Folgejahren. „Auch bei Konfirmation, Kommunion oder Hochzeit wurde in späteren Jahren etwas ausgezahlt“, erinnerte sich Büthe, die auch in alten Unterlagen gestöbert hat. Mit dem Zusammenschluss der Union Zucker im Nordzucker-Konzern wurde die Unterstützungskasse nicht mehr benötigt, die sozialen Leistungen werden über andere Wege abgedeckt. Deshalb beschloss der Verein 2011 seine Auflösung.

„Ich mag keine krummen Summen“, erklärte Ines Büthe, warum das Vermögen von 9 700 Euro von der Zuckerfabrik auf 10 000 Euro aufgestockt wurde, so dass fünf Vereinen jeweils 2 000 Euro zweckgebunden zur Verfügung stehen. Hierbei handelt es sich um die DLRG-Ortsgruppe, den Förderverein der Marienbergschule, den Gemeindejugendring (GJR), den Motorsportclub und das Komm-Mehrgenerationenhaus. „Wir haben Vereine ausgewählt, die Jugendarbeit leisten und sonst nicht unbedingt auf die Zuckerfabrik zukommen“, begründete Büthe die Auswahl.

Die Vereinsvertreter sowie Marcus Tischbier als stellvertretender Bürgermeister bedankten sich für die großzügige Spende. „Die Zuckerfabrik ist allen Vereinen gegenüber sehr hilfsbereit. Ich denke, es ist noch nie einer zu kurz gekommen“, bedankte sich Andreas Art als Gemeindejugendringvorsitzender auch im Rahmen der 32 Vereine, Verbände und Institutionen, die dem GJR angehören.

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