Stephanie Seiler sitzt seit 23 Jahren an der Information im Rathaus: „Es kommt keine Langeweile auf“

Hilfsbereit und ansprechbar

Stephanie Seilers Stimme ist vielen Nordstemmern bekannt: Sie beantwortet am Telefon des Rathauses viele Anfragen und stellt Gespräche zu den jeweiligen Fachbereichen durch. Auch im Rathaus selbst ist sie an der Information erste Ansprechpartnerin für Besucher. Foto: Hüsing

NORDSTEMMEN „Gemeinde Nordstemmen, Seiler, guten Tag“, begrüßt eine freundliche Stimme die Anrufer im Rathaus. Seit 23 Jahren sitzt Stephanie Seiler an der Information der Verwaltung der Gemeinde Nordstemmen. Sie kommt mit vielen Besuchern, aber auch Kollegen ins Gespräch.

„Ich habe Bürokauffrau gelernt, war eine Zeitlang arbeitslos und habe mich dann bei der Gemeinde für den Telefondienst beworben“, erzählt sie. Seit 1991 sitzt sie jetzt schon an der Information: Erst am Haupteingang zur Hauptstraße und seit der Fertigstellung des Anbaus im „blauen Kasten“. „Viele fragen bei mir nach, an wen sie sich mit ihren Anliegen wenden können, erfragen eine Telefonnummer oder die Fertigstellung eines Reisepasses“, zählt sie einen Teil der Bewegggründe auf, bei ihr um Rat zu bitten.

So wisse sie bei Dienstantritt nie, was sie im Laufe des Tages alles erwartet: „Es kommt keine Eintönigkeit oder Langeweile auf.“ Stephanie Seiler genießt den Kontakt zu den Menschen und versucht zu helfen, so gut sie kann. „Manchmal ist es schwierig, weil wir als Gemeinde nicht immer zuständig sind, aber ich suche auch im Internet gerne Ansprechpartner heraus“, erzählt die Bantelnerin.

Doch neben den täglichen Anfragen erledigt Stephanie Seiler auch zahlreiche andere Aufgaben. Hierzu zählen der Postausgang, der gleich morgens anliegt, das Versenden von Faxen, die Vorbereitung der Ehejubiläen und der Geburtstagsbriefe an ältere Mitbürger: „Ich habe eigentlich mit jedem hier im Haus zu tun.“ Auch durch die offene Tür des Bürgermeisters käme jetzt der eine oder andere ins Rathaus, der sich von ihr den Weg erklären lässt.

„Ich habe auch manchmal verärgerte Bürger am Telefon. In diesen Fällen höre ich zumeist erst einmal nur zu, die meisten beruhigen sich dann wieder – aber da ist schon Fingerspitzengefühl gefragt“, so die 45-Jährige. Im Großen und Ganzen seien aber „alle lieb“ zu ihr. „Ich finde, es spricht für die Einwohner, dass alle recht freundlich sind“, macht Stephanie Seiler den Nordstemmern ein Kompliment. Im Laufe ihrer Tätigkeit habe sich schon vieles im Ablauf verändert: „Die Einführung des Computers bei mir an der Information oder die neue Frankiermaschine waren kleine Herausforderungen, in die ich mich erst hineinfuchsen musste.“ Doch die Kollegen und vor allem die Auszubildenden könne sie immer um Hilfe bitten.

Ihre Arbeit bezeichnet Stephanie Seiler in erster Linie als organisatorische Herausforderung. Denn häufig klingelt das Telefon, während ein Ratsuchender vor ihr steht und sie eigentlich die Post frankieren müsste. „Da muss man Prioritäten setzen und das Telefon eventuell mal länger klingeln lassen“, so Seiler. Insbesondere an Brückentagen und wenn andere frei haben, nimmt der Kundenverkehr im Rathaus und dort besonders im Einwohner-Center zu.

„Mir macht die Arbeit wirklich Spaß, ich komme morgens super gerne nach Nordstemmen“, beschreibt die Bantelnerin ihren Job. Mit Freundlichkeit und ein bisschen Humor an der richtigen Stelle bekomme man das schon hin: „Es ist alles eine Frage des Timings, aber ich habe recht gute Arbeitszeiten, die mir entgegen kommen.“ So bliebe auch mal Zeit, sich in der Kirche zu engagieren oder private Termine wahrzunehmen.

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