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„Hier denkt keiner an den Ruhestand“

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Der Fanfarenzug aus Oelber am weißen Wege sorgt während des Festumzuges durch Adensen und Halleburg für die richtige Stimmung.
Der Fanfarenzug aus Oelber am weißen Wege sorgt während des Festumzuges durch Adensen und Halleburg für die richtige Stimmung.

ADENSEN / HALLERBURG „65, das ist ein Alter, bei dem viele an Ruhestand denken. Doch, wenn ich mir den Terminkalender von Adensen und Hallerburg so anschaue, ist man hier weit davon entfernt“, überbrachte Volker Senftleben als stellvertretender Vorsitzender die besten Grüße des Kreissportbundes (KSB). Anlässlich des 65. Geburtstages des VfL Adensen-Hallerburg hatte der Festausschuss ein dreitägiges Fest auf die Beine gestellt.

Nach dem Festgottesdienst und der Kranzniederlegung ging es zum Tanzen ins Festzelt. „Als es um 21 Uhr immer noch recht leer war, haben wir uns schon sorgen gemacht. Aber eine Stunde später war das Fest gut besucht und es wurde bis in die Nacht hinein getanzt“, ist Heinrich Schütte froh, dass die Bürger das Fest so gut angenommen haben, obwohl es nicht wie gewohnt am Sonnabend, sondern schon am Freitag begann. Das Kinderfest mit Clownin und Schminken sowie der Kinderumzug waren ebenso ein Erfolg wie die Discoabende. „Die Festwirtin kann auch zufrieden sein“, meint der Vorsitzende des VfL. Doch Höhepunkt des dreitägigen Festes blieb das Katerfrühstück, das nach ein paar geselligen Stunden nahtlos in den Festumzug überging. Nicht nur der KSB, sondern auch die hiesige Politik, die Kirchengemeinde und Vereine der beiden Orte überbrachten anlässlich der Feierstunde beim Katerfrühstück ihre Glückwünsche.

„Wir sind stolz auf Eure bewegte und erfolgreiche Vereinsgeschichte“, bedankte sich Adensens Ortsbürgermeister Henning Lange auch im Namen von Hans Jürgen Pompetzki, Ortsvorsteher in Hallerburg, beim VfL für das Engagement, um die Gemeinschaft im Dorf zu pflegen: „Ihr seid ein unverzichtbarer Teil der Dorfgemeinschaft.“ In Langes Augen gewinnen die Vereine in den heutigen, elektronischen Zeiten an Bedeutung, da hier noch „der persönliche Umgang gepflegt“ werde.

VfL-Vorsitzender Heinrich Schütte sprach den bevorstehenden Umbau des Vereinsheims an und hofft auch hier auf zahlreiche Unterstützung durch die Vertreter der Politik und des Sportbundes. Sein besonderer Gruß galt allerdings sechs Männern aus Adensen und Hallerburg: Helmut Prellberg, Dieter Bollmann, Klaus Blumberg, Hans Bollmann, Fritz Dehmann und Hubert Hartje sind seit 65 Jahren treue Mitglieder des Vereins. „Heute zahlen wir noch unsere Beiträge, aber früher waren wir im Fußball aktiv“, erzählt Fritz Dehmann. Der Hallerburger hat sich im Verein immer wohlgefühlt und ist noch heute Mitglied der „Montagstrimmer“, die parallel zum Vereinsfest ebenso wie die Damenymnastik und Gymnastik-Seniorengruppe ihr 40-jähriges Bestehen feiern.

Kaum war die Suppe aufgegessen, hieß es Aufstellung nehmen zum großen Festumzug durch Hallerburg und Adensen. Begleitet vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Adensen-Hallerburg, dem Fanfaren-Corps aus Laatzen und dem Fanfarenzug aus Oelber am weißen Wege zogen die Vereinsmitglieder in ihren Sparten, die Politiker und offiziellen Vertreter der Institutionen und Mitglieder anderer örtlicher Vereine und Verbände durch die Straßen. Angeführt wurde der Umzug von Karsten Krumpholz, der mit dem Polizeifahrzeug vorweg fuhr. Links und rechts des Weges standen Anwohner bereit, die den Mitlaufenden zuwinkten oder auch ein Gläschen Sekt reichten.

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