1. leinetal24
  2. Lokales
  3. Nordstemmen

Von Herzen kommender Dank...

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Der Kindergarten beteiligt sich mit einem Festwagen am Umzug durch die Straßen Groß Escherdes.
Der Kindergarten beteiligt sich mit einem Festwagen am Umzug durch die Straßen Groß Escherdes.

GROß ESCHERDE Dass Feuerwehrkameraden, die stets und zu jeder Zeit einsatzbereit sind, um anderen Menschen aus der Not zu helfen, es sich verdient haben, es einmal „richtig krachen“ zu lassen, war die einhellige Meinung aller Redner, die auf dem Kommers anlässlich des 112-jährigen Bestehens der Ortsfeuerwehr Groß Escherde ihre Grußworte überbrachten.

Das passende Schlagwort dazu hatte Gemeindebrandmeister Frank Borrmann geliefert, der feststellte, dass die Ortsfeuerwehr als tragende Säule im Sicherheitskonzept der Gemeinde fungiert und immer dann zur Stelle sei, wenn sie gebraucht werde: „Bis Montagmittag ist die Groß Escherder Wehr mit einem Status sechs bei der Einsatzleitzentrale versehen. Ihr habt es Euch verdient, Ihr könnt feiern und seid bis dahin als nicht einsatzbereit abgemeldet.“

Ortsbrandmeister Sascha Mehner eröffnete den Festkommers, zu dem er neben den Vertretern aus Politik, Verwaltung und Kirche auch Vertreter des Feuerwehrkreisverbandes sowie der örtlichen Vereine und Verbände begrüßte.

Die am 1. April 1902 von 43 Bürgern aus Klein und Groß Escherde gegründete Wehr besteht heute aus 214 Mitgliedern, so Mehner, der die Geschichte der Wehr, die 1947 als Ortsfeuerwehr Groß Escherde eigenständig wurde, kurz Revue passieren ließ. Zwei der 36 aktiven Kameraden verpflichtete der Ortsbrandmeister gleich im Anschluss seines geschichtlichen Rückblicks. Jaqueline Schöntaube und Armin Rettig waren dem Aufruf der Feuerwehr nach neuen Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung gefolgt und ihr umgehend beigetreten.

„Die nächsten drei Tage sollt Ihr nicht an Dienste oder Einsätze denken“, gab Thomas Reitz den Kameraden als stellvertretender Brandabschnittsleiter mit auf den Weg, und auch Dr. Cornelia Ott als Vertreterin der Gemeinde Nordstemmen unterstrich diese Aussage und bescheinigte der Wehr eine gute Zusammenarbeit.

„Ein 112-jähriges Bestehen zu feiern, ist eine spannende Sache, die die 112-Notruf-Nummer der Feuerwehr dadurch noch bekannter macht“, befand der stellvertretende Landrat und Landtagsabgeordnete Klaus Krumfuß. Eine besondere Überraschung hatte Walter Horstmann für die Ortsfeuerwehr parat, der 51 Jahre in Groß Escherde gewohnt hatte und im Rahmen seines Umzuges jetzt ein Foto gefunden hat, das die Ortsfeuerwehr bei ihrem zehnjährigen Stiftungsfest zeigt. Dieses Relikt aus alten Zeiten überreichte er dem Ortsbrandmeister.

Sichtlich ergriffen nahm der Ortsbrandmeister die anschließenden Worte von Nicola Borowski auf, die nicht nur ihre Glückwünsche zum Jubiläum überbrachte, sondern auch eine sehr persönliche und von Herzen kommende Dankesrede hielt. „Mein Vater hat immer gesagt, dass man als Hauseigentümer der Ortsfeuerwehr zumindest als passives Mitglied angehören muss. Heute weiß ich, warum er diese Aussage traf“, so die Groß Escherderin, die vor nicht allzu langer Zeit die Hilfe der Feuerwehr in Anspruch nehmen musste, als in ihrem Haus die Waschmaschine Feuer fing: „Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn Ihr nicht dagewesen wärt. Ich bin so dankbar und glücklich darüber, dass Ihr das Schlimmste verhindert habt. Wenn es ernst wird, dann kann man sich auf Euch verlassen.“

Dass die Groß Escherder sich nicht nur auf ihre Feuerwehr verlassen können, sondern sich diese auch auf ihren Ortsbrandmeister, machte die Aktion des stellvertretenden Ortsbrandmeisters Bernd Otte deutlich. Er bedankte sich bei Sascha Mehner für dessen ständigen Einsatz und sein Engagement mit einem speziellen Trikot seiner Lieblingsfußballmannschaft: Bayern München.

Auch interessant

Kommentare