Feuerwehr-AG in Barnten feiert bei bestem Sommerwetter gelungenes Abschlussfest

Grundschüler lernen das Einmaleins des Brandschutzes

„Wasser marsch“: Beim Abschlussfest ist das kühle Nass ein großer Spaß – und willkommene Abkühlung.

BARNTEN  Das Wetter ist wie gemacht für das Abschlussfest der Feuerwehr-AG an der Grundschule Barnten: Bei strahlendem Sonnenschein genießen neben den kleinen Nachwuchsfloriansjüngern selbst hartgesottene Kameraden der Ortsfeuerwehren das kühle Nass aus den Löschschläuchen. Doch für Ingo Dietrich, Gruppenführer der Barntener Wehr, und seine Mitstreiter von den Ortswehren Barnten, Rössing sowie Klein und Groß Escherde, gibt es noch mehr Grund zur Freude: Rund ein halbes Jahr lang haben sie mit viel Engagement und Freude im Rahmen der Feuerwehr-AG Grundschülern das kleine Einmaleins der Brandbekämpfung und den Alltag der Feuerwehr näher gebracht. Angefangen bei Fragen wie „Was ist Feuer überhaupt?“, „Was kann alles brennen?“ und vor allem „Wie löscht man ein Feuer?“ bis hin zur Besichtigung der feuerwehrtechnischen Zentrale und praktischen Übungen – immer donnerstags zu festen Zeiten lernten im Rahmen der Nachtmittagsbetreuung rund 14 Schüler der dritten und vierten Klasse in Theorie und Praxis aus der Erfahrung der Nordstemmer Feuerwehrleute und Brandschutzerzieher.

„Ein Riesendankeschön. Unglaublich, was ihr alles auf die Beine gestellt habt“, dankte Brigitte Kusior, stellvertretende Schulleiterin, daher den Feuerwehrleuten, die die AG ehrenamtlich vorbereitet und durchgeführt hatten. Zwar sei das Thema Feuerwehr auch Bestandteil des Sachunterrichts, doch was die Feuerwehrkameraden umgesetzt hatten, gehe weit über das hinaus, was eine Schule zuleisten im Stande ist. „Wir Lehrer können nicht mal eben eine Turnhalle einnebeln, einen Parcours aufbauen oder eine Wasserentnahmestelle errichten“, beschreibt Kusior nur einen Bruchteil dessen, was die Freiwilligen der Ortswehren im vergangenen halben Jahr den Schulkindern ermöglichten.

„Außerdem: Wenn gestandene Feuerwehrleute in Uniform den Kindern etwas beibringen, dann hinterlässt das großen Eindruck. Da haben die Schüler nicht nur riesigen Spaß, sondern erinnern sich ihr ganzes Leben daran zurück.“ Aus Sicht der Schule wäre es ein Gewinn, wenn die AG auch weiterhin in Barnten angeboten werde. Dietrich hofft in der Tat, dies umzusetzen.

Ehrenamtlicher Einsatz

Trotz ausführlicher Planung und Vorbereitung im Vorfeld der AG, der Suche nach Kameraden, die neben beruflichen Aufgaben die Zeit für die AG finden und der Anstrengungen, Themen kinderfreundlich aufzubereiten – der Barntener Dietrich erkennt in der AG auch eine Chance für die Ortswehren selbst: „Wir sind immer daran interessiert, Kinder und Jugendliche für die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr zu gewinnen“, so Ingo Dietrich. Mit zehn Jahren sind die Kinder alt genug, um sich den Jugendfeuerwehren anzuschließen. Und siehe da: Mit großem Interesse nehmen die Dritt- und Viertklässler je nach Wohnort sortiert die Info-Flyer aus den Händen von Dietrich entgegen. „In der vergangenen Woche haben auch schon zwei Mädchen aus der AG bei uns vorbeigeschaut“, berichtet Dietrich. Und so gilt sein Dank zum Abschluss der AG nicht nur den Kindern für die Mitarbeit in den zurückliegenden Monaten, sondern auch den beteiligten Kamerden der Ortswehren. „Dadurch, dass sich die Ortswehren mit dem Unterricht abwechselten, war der Aufwand machbar. Schön, dass wir immer zwei, drei Leuten gefunden haben.“ as

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