1. leinetal24
  2. Lokales
  3. Nordstemmen

Grillplatz für alle Gäste

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Wie wird aus diesen Metallteilen jetzt ein runder Grill?: Henning Ohlmer studiert die Bauanleitung.
Wie wird aus diesen Metallteilen jetzt ein runder Grill?: Henning Ohlmer studiert die Bauanleitung.

NORDSTEMMEN Etwas ratlos schaut sich Henning Ohlmer die Aufbauanleitung an. Wie soll aus den eckigen Metallteilen ein runder Grill entstehen? Doch Stück für Stück setzen die freiwilligen Helfer beim Arbeitseinsatz im Freizeitbad Nordstemmen die Bauteile zusammen.

„Uns fehlen die Schrauben“, stellt Nadine Wrobel fest. Hektisch werden die Verpackungen durchsucht, bis die Schrauben schließlich wieder auftauchen. „Das ist doch nicht rund“, probieren sich Reinhold Redweik, Peter Appel, Karl-Heinz Brandes und Henning Ohlmer am Aufbau des Grills. Gemeinsam haben die Männer im Laufe des Vormittags mit Geduld, Zange und Flex auch schon die neuen Bänke für den auf der Wiese beim Bauwagen entstehenden Grillplatz zusammengesetzt. In das Drahtgestell werden Steine gefüllt, eine Holzplanke dient als Sitzbrett. „Wir müssen die leeren Gestelle an ihren Platz bringen, mit den Steinen drin, können wir sie nicht mehr bewegen“, meint Henning Ohlmer. Nach und nach entsteht so der Grillplatz, den in der Badesaison alle Gäste nutzen können. „Die Nutzung muss vorher beim Schwimmbadpersonal angemeldet und genehmigt werden“, erklärt Nadine Wrobel. Durch einen Vertrag soll sichergestellt werden, dass die Nutzer den Grillplatz sauber hinterlassen und sich während des Grillens ihrer Haftung bewusst sind. Während die Mitglieder des Fördervereins Freizeitbad den Arbeitseinsatz innen im Bad nutzen, schaufeln die DLRG-Ortsgruppenmitglieder fleißig Kies. „Wir legen vor dem Eingang zwei neue Beete an“, verrät Jörg Wolf, Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe, während er die Schubkarre über dem ausgelegten Vlies ausleert.

„Wieviel Kies muss denn auf die Fläche?“, fragt Gaby Mundt beim Fachmann nach. „Fünf bis zehn Zentimeter sollten es schon sein, sonst wirkt es nicht“, ruft ihr Gerald Hille zu. Der Hildesheimer Gärtnermeister und Landschaftsbauer ist ebenfalls Mitglied im Förderverein. „Ich habe hier unter den Bäumen im Freibad meine Frau kennengelernt, mit der ich inzwischen 42 Jahre verheiratet bin“, verrät er seine persönliche Verbindung zu Nordstemmen. Der Fachmann entfernt den alten Bewuchs und begradig die Flächen, bevor dann das Vlies und der Kies aufgebracht werden. „Durch den Kies verkrauten die Beete nicht so stark, weil es keine Verwurzelung nach unten gibt“, gibt er nebenbei noch den einen oder anderen wertvollen Tipp. Kaum ist der Kies verteilt, holt er sein Messer heraus, schneidet hier und da ein Loch in das Vlies und setzt verschiedene Gräser ein. „Sie werden binnen einer Saison zum Teil bis zu zwei Meter hoch und müssen dann wieder zurückgeschnitten werden“, so Gerald Hille.

Der nächste Arbeitseinsatz findet am Sonnabend, 26. April, ab 9 Uhr statt. Helfer sind willkommen.

Auch interessant

Kommentare