Rössinger Dorfladen lockt beim „Pre-Opening“ zahlreiche Besucher an / Dank geht an aktive Helfer und Förderer

„Es geht los: R-nah lernt Laufen“

Ortsbürgermeisterin Carlota von Rössing und Ulf Gremmel, Vorsitzender des Treugeberbeirates, begrüßen die Anwesenden beim „Pre-Opening“.

RÖSSING Zwei Jahre hat es gedauert, aber das Warten hat sich gelohnt. Seit gestern können Rössinger bei R-nah einkaufen. Mit sichtlichem Stolz präsentierte Ortsbürgermeisterin Carlota von Rössing bereits am Mittwochabend den kleinen Dorfladen mit dem großen Sortiment allen Bürgern: „R-nah lernt Laufen, jetzt liegt es an Ihnen, unseren Dorfladen am Leben zu erhalten“, begrüßte von Rössing die Gäste.

Zahlreiche Helfer, Sponsoren, geladene Gäste und Rössinger waren zu dem sogenannten „Pre-Opening“ gekommen, um durch den Laden zu stöbern, in dem fast gar nichts mehr an das Vorgängergeschäft erinnert.

Mit viel Mühe, unzähligen Arbeitsstunden und jeder Menge Einfallsreichtum haben von Rössing und ihr Dorfladen-Team ein attraktivies Geschäft entstehen lassen. „Ich bin allen engagierten Helfern unendlich dankbar für ihre Unterstützung“, lobte von Rössing den Einsatz, der aus ihrer Sicht nicht selbstverständlich sei. Bereits vor zwei Jahren, als die Idee, wieder einen Dorfladen in den Räumen an der Kirchstraße entstehen zu lassen, erstmals aufkam, war das Interesse groß: „Schon bei der ersten Informationsveranstaltung waren rund 200 Bürger dabei“, erinnert sich die Ortsbürgermeisterin an einen gelungenen Auftakt.

Dass es dann doch eine Weile gedauert hat, die Idee in die Tat umzusetzen, liegt in dem Wunsch der Verantwortlichen begründet, möglichst geschickt zu wirtschaften: „Wir haben uns immer umgehört, wo wir gebrauchte Dinge herbekommen, haben Preise verglichen und auf günstige Angebote gewartet“, so von Rössing.

Nur auf diese Weise war es möglich, den Dorfladen so kostengünstig zu verwirklichen. „Wir hatten am Ende noch so viel Geld übrig, dass wir für 27 000 Euro Ware einkaufen konnten“, berichtet von Rössing. Ihr Dank galt auch den Investoren. So hatten die Verantwortlichen Anteile zu je 100 Euro an Interessierte verkauft, und dass das Geld offensichtlich gut angelegt ist, konnte jeder sehen. Ulf Gremmel, Vorsitzender des Treugeberbeirates, ist für das Verwalten der Geldgeberanteile zuständig und blickt positiv in die Zukunft: „Mir gefällt das Ergebnis. Ich hoffe, dass viele Menschen in Zukunft ihren Wocheneinkauf bei uns erledigen.“ Und damit sie auch jederzeit freundlich beraten werden, sind Sandra Scheibe, Marina van der Wardt, Karin Borrmann und Carola Sindermann verantwortlich, die bereits seit Anfang Mai zum Angestelltenstamm des R-nah gehören.

Neben einem umfangreichen Sortiment an Waren finden Kunden im R-nah auch eine kleine Bäckerei und ein Café vor. Das war den Verantwortlichen wichtig, schließlich wolle man nicht nur einen Ort zum einkaufen schaffen, sondern auch einen Platz, um sich zu treffen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Miteinander ins Gespräch kamen auch die zahlreichen Besucher der Eröffnungsveranstaltung. Als sich pünktlich um 18 Uhr die Türen des R-nah öffneten, dauerte es nicht lange, bis das Geschäft nahezu restlos gefüllt war. „Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen sich für unseren Dorfladen interessieren“, zeigte sich die Ortsbürgermeisterin beeindruckt. Zum Gratulieren waren auch Gemeindebürgermeister Norbert Pallentin, Nordstemmens Ortsbürgermeister Bernhard Flegel und CDU-Bundestagsabgeordnete Ute Bertram gekommen.

Für die Zukunft bleibt nun abzuwarten, ob das Konzept Dorfladen Bestand hat. „Wir übergeben den Spielball an alle Bürger der Gemeinde. Wir haben alles getan, um einen schönen Dorfladen zu schaffen, Sie müssen uns nun durch ihren Einkauf unterstützen“, appellierte von Rössing abschießend an die Anwesenden.

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