1. leinetal24
  2. Lokales
  3. Nordstemmen

Frischer Wind an der Marienbergschule

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Plötzlich kommissarische Schulleiterin der Marienbergschule: Sylvia von Lindeiner. Foto: Appel
Plötzlich kommissarische Schulleiterin der Marienbergschule: Sylvia von Lindeiner. Foto: Appel

NORDSTEMMEN Ein neues Gesicht an der Marienbergschule – und noch dazu an entscheidender Stelle: Sylvia von Lindeiner ist seit Beginn des noch jungen Schuljahres kommissarische Schulleiterin der Oberschule. Ein überraschender Schritt für die 35-Jährige, die mit Elan an die Aufgaben als Nachfolgerin von Friedel Reinecke geht.

Eigentlich sollte sie jetzt als neue Konrektorin zum Kollegium der Marienbergschule dazustoßen – so der ursprüngliche Plan. „Ich hatte mich auf die Stelle als Konrektorin beworben, und sie auch bekommen“, so die Hildesheimerin. Für alle Beteiligten überraschend meldete sich jedoch Friedel Reinecke, seit 2009 Schulleiter in Nordstemmen, Ende des vergangenen Schuljahres krank. Noch überraschender dann der Schritt des bisherigen Direktors, der Marienbergschule ganz den Rücken zu kehren. „So kam es dazu, dass ich plötzlich als neue Schulleiterin hierher komme“, so von Lindeiner. Entsprechend war eine ihrer ersten Amtshandlungen, die Schüler über den Wechsel Reineckes an eine andere Schule zu informieren. Elternbriefe dazu sind auch vorgesehen. Damit die eigentliche Arbeit der Schulleitung rasch beginnen konnte, berief von Lindeiner Daniela Rohrig zur kommissarischen Konrektorin.

Erfahrung als leitende Kraft bringt von Lindeiner bereits mit: Die vergangenen zwei Jahre war sie kommissarische Schulleiterin der Hauptschule Am Berg in Hildesheim. Zuvor war die Mutter einer fünfjährigen Tochter an der Hauptschule in Hildesheim zunächst per „Feuerwehrvertrag“ angestellt ehe sie übernommen wurde. Ihr Referendariat hatte die aus Einbeck stammende Pädagogin an einer Hauptschule in Göttingen, das Lehramtsstudium für Grund-, Haupt- und Realschule mit den Hauptfächern Deutsch und Biologie in Hildesheim absolviert.

Da der Schulbetrieb an der Hauptschule Am Berg jedoch ausläuft, sei es ein guter Zeitpunkt gewesen, sich umzuorientieren. „Die Oberschule ist eine gute Alternative zur Hauptschule“, so von Lindeiner. Und eine neue Herausforderung. Erst Recht, unter den unerwarteten Umständen.

„Wir sind jetzt mitten drin in der Bestandsaufnahme, dem Kennenlernen und dem Schauen, wo Zusammenarbeit möglich ist“, erläutert von Lindeiner die ersten Schritte auf neuem Terrain. „Es gibt hier viele Projekte, die laufen und weitergeführt werden“, sagt sie und nennt als positives Beispiel das „grüne Klassenzimmer“.

In Sachen Entwicklung der Schule will sie nicht untätig bleiben. „Wir sind am überlegen, welche Schwerpunkte gesetzt, was überarbeitet werden soll“, sagt sie. So lägen für den Ausbau der Berufsorientierung Pläne in der Schublade. Ebenso im Fokus sei die Präventionsarbeit, die verstärkt werden solle. Verbessert werden soll auch die Elternarbeit. „Es ist hier ein tolles Kollegium. Alle wollen mitarbeiten, sind hochmotiviert“, lobt sie die „tolle Vorarbeit“ der Pädagogen in den zurückliegenden Monaten. So hätten die verschiedenen Arbeitsgruppen bereits viele Ergebnisse zur Weiterentwicklung der Schule geliefert: „Jetzt geht es darum, zu schauen, wie die Umsetzung klappt.“ Generell ist die Hildesheimerin voll des Lobes für die neuen Kollegen. „Ich habe schon im Vorfeld gehört, dass das Kollegium sich auf mich freut“, sagt sie und betont den „Empfang mit offenen Armen“. Das eher junge Kollegium freue sich auf frischen Wind. „Auch mal etwas Neues, kann nicht schaden“, deutet sie an, dass Baustellen offen sind. Bleibt die Frage, wie lange sie sich als Schulleiterin einbringen kann: Vermutlich zum Herbst werde die Rektorenstelle ausgeschrieben. Bis sie dann besetzt sei, könne es dauern. „Ich selbst will mich auch bewerben. Wir fangen jetzt an zu arbeiten, wollen viel erledigen – da wäre es schade, wenn in einem Jahr jemand Neues kommt.“

Auch interessant

Kommentare