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„Unser Ziel haben wir erreicht“

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Von: Jennifer Klein

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„First Responder“-Schulung bei der Feuerwehr: Daniel Freitag zeigt lebensrettende Handgriffe an einer Puppe.
„First Responder“-Schulung bei der Feuerwehr: Daniel Freitag zeigt lebensrettende Handgriffe an einer Puppe. © privat

Nordstemmen - Leblos liegt er am Boden. Keine Atmung. Kein Lebenszeichen. Die Einsatzleitstelle schickt Hilfe – nicht nur den Rettungsdienst, sondern auch die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, die „First Responder“-Einheit, die vor rund vier Jahren ins Leben gerufen wurde. Für die LDZ ziehen Ingo Dietrich, Daniel Freitag, Bernd Beyer und Michael Klein, die allesamt aus der Notfallmedizin kommen, Bilanz: „Unser Ziel haben wir erreicht.“

Ende 2017 sind zunächst Einsatzkräfte aus Rössing mit dem Pilotprojekt gestartet. „Schon eine Woche später hatten sie ihren ersten Einsatz“, erinnert sich Ingo Dietrich aus Barnten, der das „First Responder“-Projekt gemeinsam mit Karsten Goltermann, dem Ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Hildesheim, angeschoben hat. Sechs weitere Feuerwehren aus der Gemeinde schlossen sich Anfang 2018 an. Die Mahlerter Feuerwehr hat ebenso „First Responder“-Kräfte ausgebildet, die mit dem neuen Fahrzeug ausrücken. „Die Heyersumer sind gerade in der Vorbereitungsphase“, freut sich Ingo Dietrich, dass sich immer mehr Einsatzkräfte anschließen und so einen Beitrag in der Hilfskette leisten. 

Denn: Die Feuerwehren sind in der Regel schneller vor Ort als der Rettungsdienst, der eine Hilfsfrist von 15 Minuten hat. Zwischen fünf und acht Minuten benötigen die „First Responder“, die dank der Spendenbereitschaft der Bevölkerung mit Defibrillatoren ausgerüstet sind. „Pro nicht begonnene Minute sinkt die Lebenserwartung um zehn Prozent“, nennt Ingo Dietrich Zahlen und hebt so hervor, wie wichtig es ist, schnell Hilfe zu leisten. 

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