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Feinste Schönschrift mit der Feder

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Jakob übt im Rahmen der Ausstellung unter den aufmerksamen Blicken seines Vaters, mit der Feder zu schreiben.
Jakob übt im Rahmen der Ausstellung unter den aufmerksamen Blicken seines Vaters, mit der Feder zu schreiben.

KLEIN ESCHERDE / EMMERKE Nicht für die Schule lernt man, sondern für das Leben. Und was man einmal erlernt hat, vergisst man auch nicht mehr. Dass diese zwei Weisheiten nicht ganz unrecht haben, stellte auch Bundestagsabgeordneter Bernd Westphal bei der Ausstellung „Schule in Emmerke und Klein Escherde“ im Emmerker Dorfarchiv fest, als er zu Tinte und Feder griff und nach kurzem Überlegen seinen Namen in feinster Schönschrift auf das Papier projizierte.

Der kleine Jakob hatte da mehr Schwierigkeiten. Für ihn gestaltete sich der Umgang mit den Vorläufern des Füllers als ungewohnt und schwierig. Gemeinsam mit seinem Vater erkundete der Grundschüler die umfassende und aussagekräftige Ausstellung über die Geschichte der Emmerker Schule aus dem Jahr 1183 bis heute. Er ließ sich alte Rechenschieber erklären, warf einen Blick auf Jahrzehnte alte Schulhefte und Zeugnisse und guckte sich die unzähligen Schüler- und Klassenfotos an, die Emmerkes Ortsheimatpfleger Wolfgang Greven und Paul Dittrich in akribischer Kleinarbeit und mit Liebe zum Detail zusammengetragen hatten.

„Eine gelungene Ausstellung“, befand Bernd Westphal, und dem stimmten auch die zahlreichen Besucher zu, die gleich am ersten Tag der Ausstellung in die Räume des Ortsarchivs strömten. Inmitten der interessanten und aufschlussreichen stummen Zeitzeugen längst vergangener Schulzeiten gewährt auch Klein Escherdes Ortsheimatpfleger Bernhard Möller einen Einblick in die Schulgeschichte des Dorfes.

Die alte Schulchronik, Schul- und Lehrbücher sowie Bilder fanden den Zulauf der Besucher, die nicht selten feststellten, welchen großen Wandel die Schule im Laufe der Jahre erfahren hat. „Klein Escherde hat aber richtig gute Leistungen erbracht“, stellte Westphal mit einem Blick auf die alten Schulvisitations-Bücher fest, die bescheinigten, dass in Klein Escherde stets gut und nachhaltig gelehrt wurde. Generationsübergreifend hatten die Ausstellungsbesucher viel zu bestaunen, zu hinterfragen und stellten einmütig fest, dass der Schulbetrieb heute mit dem von früher kaum noch zu vergleichen sei. Das Emmerker Dorfarchiv ist am kommenden Wochenende von 13 bis 18 Uhr für alle Besucher geöffnet. fri

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