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Eine Frage des Designs

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In der Straße Am Feuerbrunnen sind die verschiedenen LED-Köpfe montiert worden. Gemeinsam mit Markus Skeide (3.v.l.) verschaffen sich die Mitglieder des Ausschusses einen ersten Eindruck.
In der Straße Am Feuerbrunnen sind die verschiedenen LED-Köpfe montiert worden. Gemeinsam mit Markus Skeide (3.v.l.) verschaffen sich die Mitglieder des Ausschusses einen ersten Eindruck.

NORDSTEMMEN Der Sitzungssaal im Rathaus erstrahlt, als Markus Skeide den Lichtschalter umlegt. Der Ingenieur für Elektrotechnik hat fünf Modelle möglicher LED-Köpfe mit zur Sitzung des Ausschusses für Planung, Bau, Umwelt und Feuerschutz gebracht. Nun ist es an den Mitgliedern, zu entscheiden, welches Leuchtmittel in welchem Design in die Ausschreibung für die Umrüstung der Straßenlaternen aufgenommen werden soll.

NORDSTEMMEN Der Sitzungssaal im Rathaus erstrahlt, als Markus Skeide den Lichtschalter umlegt. Der Ingenieur für Elektrotechnik hat fünf Modelle möglicher LED-Köpfe mit zur Sitzung des Ausschusses für Planung, Bau, Umwelt und Feuerschutz gebracht. Nun ist es an den Mitgliedern, zu entscheiden, welches Leuchtmittel in welchem Design in die Ausschreibung für die Umrüstung der Straßenlaternen aufgenommen werden soll.

„Wir haben die LED-Köpfe nach 24 Kriterien bewertet und diese fünf in eine Reihenfolge gebracht“, erläutert Markus Skeide vor den Ausschussmitgliedern sein Vorgehen. Die Nordstemmer können sich nun bis zur Fachausschusssitzung am 22. April in der Straße Am Feuerbrunnen selbst ein Bild machen. Hier hängen von der Ecke Brinkweg bis hinunter zur Laterne am jüdischen Friedhof die fünf verschiedenen Modelle (Trilux, Leipziger-Leuchten, Vulkan, Siteco und Philips).

Die Umrüstung der 452 Straßenlaternen soll dann zwischen August und Oktober erfolgen. Das Bundesministerium für Umwelt fördert die Maßnahme mit 54 380 Euro, das sind 20 Prozent der angegebenen Summe von 271 900 Euro. „Die Eigenmittel in Höhe von 217 520 Euro der Gemeinde Nordstemmen werden wir sicherlich nicht brauchen“, gibt Markus Skeide eine erste Einschätzung der Lage. Grund der Umrüstung sind einerseits erhebliche Einsparungen, andererseits auch der Umstand, dass die HQL-Leuchten, die in Nordstemmen verbaut sind, ab 2015 nicht mehr zu erwerben sind (die LDZ berichtete). Bestandteil der Ausschreibung soll auch ein möglicher Steuerbaustein für die Reduzierbarkeit in den Nachtstunden sein. Dies würde ermöglichen, dass einige Laternen mit gedimmtem Licht auch in den Nachtstunden wieder brennen könnten.

Ungewöhnlich viele Nordstemmer wohnen der Ausschusssitzung bei. Sie sind Anwohner des Schratfelds und besorgt, weil hier ein Interessent den Antrag gestellt hat, die Fläche des Spiel- und Bolzplatzes zu erwerben, um dort zwei dreigeschossige Mehrfamilienhäuser zu errichten. Doch Fachbereichsleiter Harry Neise kann die Anwohner schnell beruhigen. Aus städtebaulichen Gründen sei dieses Vorhaben nicht zu empfehlen. „Wir würden die Fläche den Jugendlichen wegnehmen und müssten eine Ausgleichsfläche schaffen“, erklärt Neise. Zudem würde die Bebauung nicht in das Bild des Wohngebietes passen, in dem Einfamilienhäuser typisch sind. Einstimmig lehnt der Ausschuss den Antrag ab, woraufhin die Bürger spontan in Beifall ausbrechen und sich bei den Kommunalpolitikern für die Entscheidung bedanken. kim

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