Düngeverordnung steht bei Landwirten hart in der Kritik / Jens Pape nimmt Stellung

„Man kann es fast als Kriminalität bezeichnen“

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Jens Pape aus Nordstemmen sieht die Düngeverordnung sehr kritisch: Die vorgezogene Abstimmung sieht der Nordstemmer Landwirt als eine Ausnutzung der Corona-Krise.

Nordstemmen – Trotz massiver Proteste von Landwirten, hat der Bundesrat einer neuen Düngeverordnung zugestimmt. Damit sollen Nährstoffe effizienter eingesetzt und die Nitratgehalte in belasteten Teilen des Grundwassers reduziert werden. Mit der Neureglung werden Vorgaben der EU umgesetzt und damit drohende Strafzahlungen in Höhe von bis zu 890 000 Euro pro Tag vermieden. Die Landwirte befürchten durch die neuen Regeln zusätzliche Belastungen und Ernteeinbußen. Auch der Nordstemmer Jens Pape kann die Entscheidung nicht nachvollziehen. „Man kann es fast als Kriminalität bezeichnen. Der Bundesrat hat die Novellierung des Düngegesetzes in einer Zeit beschlossen, in der Ausgangsbeschränkungen herrschen. So dürfen wir gar keine Demonstrationen abhalten, obwohl wir natürlich auf jeden Fall protestiert hätten“, erklärt Landwirt Jens Pape und macht seinem Ärger Luft.

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