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„Wir müssen möglichst bald eine Lösung finden“

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Von: Jennifer Klein

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Nach längerer Diskussion spricht sich die Ratsmehrheit dafür aus, ab April alle auf kommunalen Grünflächen entfernten Bäume und Großsträucher durch mindestens zwei gleichartige bienen- und insektenfreundliche Neuanpflanzungen zu ersetzen.
Nach längerer Diskussion spricht sich die Ratsmehrheit dafür aus, ab April alle auf kommunalen Grünflächen entfernten Bäume und Großsträucher durch mindestens zwei gleichartige bienen- und insektenfreundliche Neuanpflanzungen zu ersetzen. © Ann-Cathrin Oelkers

Groß Escherde – Nordstemmen soll grüner werden. Nach längerer Diskussion sprach sich die Ratsmehrheit dafür aus, ab April alle auf kommunalen Grünflächen entfernten Bäume und Großsträucher durch mindestens zwei gleichartige bienen- und insektenfreundliche Neuanpflanzungen zu ersetzen.

Die Ersatzpflanzungen sollen zeit- und ortsnah sowie in Abstimmung mit Vertretern der jeweiligen Ortschaft erfolgen. Geplant ist ein jährlicher Bericht der Verwaltung über die erfolgten Fällungen und die Ersatzpflanzungen. Das Projekt, das die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen Ende November 2020 mit einem Antrag ins Rollen gebracht hat, soll nach fünf Jahren evaluiert werden. Das Thema hatte bereits in den Gremien für ausführliche Debatten gesorgt. Wie zuvor in den Ausschüssen war man sich auch im Rat grundsätzlich einig, dass Bäume wichtig sind. Kritiker des Projekts wiederholten ihre Einwände. Ratsherr Jens Pape (CDU) vermisste in der Beschlussvorlage eine Aussage zu Kosten und Folgekosten der Neuanpflanzungen. Seine Forderung: Ein Projekt wie die Ersatzpflanzung müsse bepreist werden.

Dringenden Handlungsbedarf sehen die Ratsmitglieder bei der Einrichtung neuer Kindergarten- und Krippenplätze. Die Kommune strebt bei den Kindern im Alter zwischen einem und drei Jahren einen Versorgungsgrad von 75 Prozent an. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen zwei neue Krippengruppen eingerichtet werden. Damit jedes Kind im Kindergartenalter einen freien Kindergartenplatz bekommt und der rechnerische Versorgungsgrad von 100 Prozent für die über Dreijährigen aufrecht erhalten werden kann, sind außerdem zwei neue Kindergartengruppen geplant.

Das Dilemma: Schon jetzt ist absehbar, dass das Platzangebot im neuen Kindergartenjahr nicht ausreichen wird. Ratsherr Lutz Loebel (Bündnis 90 / Grüne) erinnerte daran, dass der Zuzug von Flüchtlingskindern aus der Ukraine im bisher vorliegenden Zahlenwerk noch nicht berücksichtigt ist und mahnte Eile an: „Wir müssen möglichst bald eine Lösung finden.“ Wie eine schnelle Lösung aussehen kann, blieb in der Sitzung offen. 

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