„Hellfire“ feiert Bestehen mit Konzert

„Dinge, die man nicht vergisst“

Zum Programm zählen Klassiker wie „Hells-Bells“, „TNT“ oder „Highway to hell“ von AC/DC. Marco Wismer, Sascha Nickel, Ulli Dürkop, Eddie Stumm und Matthias Grieschat sind die aktuelle „Hellfire“-Bandbesetzung (von links).

NORDSTEMMEN Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere daran: Im August 2004 rollte ein Trecker samt Anhänger durch den Ort, gefolgt von einem munteren Volk in Partystimmung und mächtig beschallt mit handgemachten AC/DC-Klängen. Auf dem Hänger rockten aber nicht die australischen Originale, die in diesem Jahr auf ihr 30-jähriges Bandbestehen blicken, sondern die Nordstemmer AC/DC-Coverband „Hellfire“, die in diesem Jahr ihren zehnten Geburtstag feiert.

Die offizielle Gründung der „AC/DC-Tributeband Hellfire“ fand am 26. Mai 2004 statt. Die Ortstour hatten die Bandmitglieder damals als Überraschung für den Bandgründer und Leadgitarrist Marco Wismer organisiert, der an diesem Abend seinen 30. Geburtstag feiern wollte.

Als es nachmittags an seiner Haustür klingelte, ahnte er noch nichts von der Geburtstagsüberraschung, die zwei seiner Bandkollegen für ihn im Gepäck hatten. Kurzerhand steckten sie ihn in eine Schuluniform a´la Angus Young, dann ging es am Nachmittag mit 80 geladenen Gästen per Trecker und Anhänger zur Partylocation unterhalb der Marienburg. Das erste öffentliche Konzert gaben die „Hellfire“-Mitglieder noch in der Urbesetzung im Oktober 2004 vor etwa 80 begeisterten Besuchern im Nordstemmer Jugendhaus.

Seit der Bandgründung kam es zu insgesamt drei Neubesetzungen. Im Jahr 2008 stieg Bassist Eddie Stumm in die Band ein. Sänger Ulli Dürkop steht nun als neuestes Bandmitglied für den im Dezember 2013 abgelösten Gerry Garm am Mikrofon. Als übrig gebliebene Gründungsmitglieder sind neben Marco Wismer noch Gitarrist Matthias Grieschat und Schlagzeuger Sascha Nickel dabei. Vorrangiges Ziel der fünf Musiker war, ist und bleibt es – neben dem musikalischen Anspruch – möglichst viel Spaß zu haben und diesen ins Publikum zu befördern, erklärt Marco Wismer. Die Band feilt ständig an der Perfektion der Stücke und der Bühnenshow. Für seine Auftritte ließ sich der noch 39-jährige Leadgitarrist sogar drei Schuluniformen schneidern.

Im Gespräch mit der LDZ berichtete Wismer, dass die Band großen Wert auf eine absolut originalgetreue Wiedergabe der AC/DC-Lieder sowie der typischen Showelemente, wie Schuluniform, Glocke oder Pyrokanonen im Sinne einer „Tribute-Band“ lege. Das ist den Musikern durchaus gelungen, was die aktuelle Bilanz zeigt. „Hellfire“ schaffte es als selbsternannte „Hobby-Dorfband“ innerhalb der ersten zehn Jahre ihres Bestehens, bei knapp 100 Konzerten vor über 60 000 Menschen auf der Bühne zu stehen. In ihrer Heimatgemeinde Nordstemmen erfreut sich „Hellfire“ längst großer Beliebtheit. Ihre jährlichen Konzerte als Headliner bei den Rocknächten im Deutschen Haus sind stets restlos ausverkauft.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare